Vortragsreihe: 100 Jahre Oktoberrevolution

Vortragsreihe

100 Jahre Oktoberrevolution.
Historisches Geschehen, politische Deutungen und folgenreiche Wirkungen

Vorträge in Hamburg und Lüneburg
von 20. September bis 5. Dezember 2017

Wissenschaftliche Konzeption und Organisation:

Gemeinsame Veranstaltung des Nordost-Instituts (IKGN e. V.), Lüneburg und der Landeszentrale für politische Bildung, Hamburg in Kooperation mit dem Türkei-Europa-Zentrum der Universität Hamburg.

Für alle Veranstaltungen ist der Eintritt frei.


 ©www.russianposter.ru, Plakat: Ruklevskij Ja. T., Oktober [Spielfilm], 1927

 ©www.russianposter.ru, Plakat: Ruklevskij Ja. T., Oktober [Spielfilm], 1927

Wenige Umstürze entfalteten eine solche globale Wirkungsmacht wie die Machtübernahme der Bolschewiki im Herbst 1917 in Petrograd. Gedacht als Gegenentwurf zur bürgerlich-kapitalistischen Welt, fegte die Revolution die bürgerlichen Reformer der Februarrevolution 1917 hinweg. Die Euphorie eines völligen Neubeginns endete in einer der mörderischsten Diktaturen des 20. Jahrhunderts. Die Idee des „Sowjetmenschen“ propagierte die Ent-Individualisierung und Reglementierung des gesamten Lebens. Unterdrückt wurden Innovationen und jegliche gesellschaftliche Diskurse.

Nach dem Tode Stalins 1953 entwickelte sich die Sowjetunion zu einem zentralistischen Einparteienstaat, dessen staatliche Planwirtschaft während des Kalten Krieges in Konkurrenz zu dem kapitalistisch-marktwirtschaftlichen Westen stand — die deutsche Teilung wurde zu dessen Symbol.

Namhafte Geschichts-, Literatur- und Kulturwissenschaftler verfolgen die damaligen Ereignisse und untersuchen die Wirkungen und Reichweiten der Oktoberrevolution für die Sowjetunion und das internationale System. Am Ende der in Hamburg und Lüneburg stattfindenden Veranstaltungsreihe steht eine Podiumsdiskussion, in der Osteuropaexperten den Bogen zur politischen Gegenwart schlagen.

 

Programm

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Mi. 20. September 2017
18.00 Uhr

Prof. em. Dr.
Helmut Altrichter

(Friedrich-Alexander-Universität
Erlangen-Nürnberg)

Die Russische Revolution 1917-1921.
Akteure, Phasen, Erinnerungskulturen




Veranstaltungsort Hamburg:

Tschaikowsky-Saal
Tschaikowskyplatz 2

 

Mi. 27. September 2017
18.00 Uhr

Prof. Dr. Dietmar Neutatz
(Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)

Die Russische Revolution, ihre Folgen und historischen Bewertungen

Museum Lüneburg
Markus-Heinemann-Saal

Eingang: Wandrahmstraße 10


Mi. 4. Oktober 2017
18.00 Uhr

Prof. Dr. Jörg Baberowski
(Humboldt-Universität zu Berlin)

Die russische Revolution und die Ursprünge der souveränen Diktatur

Museum Lüneburg
Markus-Heinemann-Saal

Eingang: Wandrahmstraße 10

Do. 12. Oktober 2017
18.00 Uhr

Dr. Jan Claas Behrends
(Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam e. V.)

Die Oktoberrevolution an der Peripherie.
Ein Blick vom Balkan bis in den Kaukasus





Veranstaltungsort Hamburg:

Tschaikowsky-Saal
Tschaikowskyplatz 2

Di. 17. Oktober 2017
18.00 Uhr

Prof. Dr. Victor Dönninghaus
(Nordost-Institut, Lüneburg)

Die Zentralorgane der Sowjetmacht und die Russlanddeutschen (1917-1921)


Museum Lüneburg
Markus-Heinemann-Saal

Eingang: Wandrahmstraße 10

Mi. 1. November 2017
18.00 Uhr

Prof. em. Dr.
Franklin Kopitzsch

(Universität Hamburg)

Aufbruch zur Demokratie:
Hamburg und Altona 1918/19

Veranstaltungsort Hamburg:

Museum für Völkerkunde
Rothenbaumchaussee 64

Di. 7. November 2017
18.00 Uhr

Ernst Wawra, M.A.
(Georg-August-Universität Göttingen)

Machtwechsel – Bilderwechsel:
Die Oktoberrevolution im politischen Plakat


Museum Lüneburg
Markus-Heinemann-Saal

Eingang: Wandrahmstraße 10

Di. 14. November 2017
18.00 Uhr

Dr. Wolfgang Mende
(Technische Universität Dresden)


Dissonanzen aus dem Weltorchester.
Zur Klangmythologie der Oktober-revolution

Museum Lüneburg
Markus-Heinemann-Saal

Eingang: Wandrahmstraße 10





Vortrag fällt aus!

Mo. 20. November 2017
18.00 Uhr

Prof. Dr. Axel Schildt
(Universität Hamburg)

Städtepartnerschaft im Kalten Krieg:
Hamburg-Leningrad (1957-1991)

Vortrag fällt aus!

Veranstaltungsort Hamburg:

Tschaikowsky-Saal
Tschaikowskyplatz 2

 

 

Programmänderung

Mi. 22. November 2017
18.00 Uhr

Dr. habil. Yury Petrov
(Institut für Russische Geschichte der Russischen Akademie der Wissenschaften)

Revolution von 1917: Wahrnehmung und Darstellung im heutigen Russland

(Vortrag in deutscher Sprache)


Museum Lüneburg
Markus-Heinemann-Saal

Eingang: Wandrahmstraße 10

Mi. 29. November 2017
18.00 Uhr

Dr. Zaur Gasimov
(Orient Institut, Istanbul),
Prof. Dr.
Stefan Plaggenborg

(Ruhr-Universität, Bochum),
Prof. Dr.
Stefan Rohdewald

(Justus-Liebig-Universität, Gießen)

Konkurrierende Imperien?
Das Russische Reich und das Osmanische Reich im Übergang
vom 19. zum 20. Jahrhundert.


In Kooperation mit dem Türkei-Europa-Zentrum der Universität Hamburg.

Veranstaltungsort Hamburg:

Universität Hamburg
ESA Ost 221
Edmund-Siemers-Allee 1









 

 

 

Do. 30. November 2017
18.00 Uhr

Prof. em. Dr. Franklin Kopitzsch
(Universität Hamburg)

Aufbruch zur Demokratie:
Hamburg und Altona 1918/19

 

Museum Lüneburg
Markus-Heinemann-Saal

Eingang: Wandrahmstraße 10


 

Di. 5. Dezember 2017
18.00 Uhr

 

Veranstaltungsort Hamburg:

Tschaikowsky-Saal
Tschaikowskyplatz 2

Podiumsdiskussion
100 Jahre Oktoberrevolution.
Historisches Geschehen, politische Deutungen und folgenreiche Wirkungen

Teilnehmer:
Dr. Anna Kaminsky
(Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Berlin)

Prof. em. Dr. Otto Luchterhandt
(Universität Hamburg)

Dr. Dmytro Myeshkov
(Nordost-Institut, Lüneburg)

Prof. Dr. Susanne Schattenberg
(Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen)


Moderation:

Dr. Sabine Bamberger-Stemmann
(Landeszentrale für politische Bildung, Hamburg)

 

 Veranstalter:

 Logo_ Nordost-Institut Lüneburg (IKGN e. V.) an der Universität Hamburg

Logo_Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

 

In Kooperation mit:

 Logo_Türkei-Europa-Zentrum Hamburg

Gefördert von:

 

Logo: Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien  

 Logo_Landeszentrale - Die Welle

                       07.08.2017
Letzte Aktualisierung: 20.11.17