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 | Veranstaltungsort: Conventstraße 1 (Verbindungsstraße zwischen "Am Berge" und "Ilmenaustraße), Lüneburg. Eintritt frei
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 | 16.03.2006, 18:00 Uhr
| Nordost-Institut Lüneburg/IKGN - Dr. Vera Doubina (Samara/Göttingen): „Zwei Generationen von Deutschbalten im Russischen Reich: Die Familie von Rosen“
Baron Andreas von Rosen und sein Sohn Baron Evgenij von Rosen stammen aus einer deutschbaltischen, ursprünglich in Estland ansässigen Familie, die intensiv in die innenpolitischen Auseinandersetzungen im Russischen Reich verwickelt war: Andreas von Rosen beteiligte sich 1825 am Putschversuch der Dekabristen und wurde nach der Begnadigung nach Sibirien verbannt, wohin ihm seine Familie nachfolgte. Sein Sohn machte Karriere in russischen Staatsdiensten.

Anhand der Autobiografien von Vater und Sohn entschlüsselt die Referentin die Mentalitäten von zwei Mitgliedern einer deutschbaltischen adligen Familie und gewährt damit Einblick in zwei Generationen, die in ihren politischen Auffassungen und ihrem Verständnis von Staats-treue, Loyalität und Nationalität nicht konträrer sein können.

Frau Dr. Vera Doubina (Jg. 1975) stammt aus Samara, wo sie an der Staatlichen Universität mit der wissenschaftlichen Unterstützung der Russischen Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg im Jahr 2000 im Fach Geschichte zum Thema „Der russische Konservatismus und N. Ja. Danilevskij“ promovierte. Nach Auslandsaufenthalten nahm sie als Dozentin an dem Staatlichen Institut für Kommunale Verwaltung in Samara ihre Tätigkeit auf. Sie erhielt 2002 den „Stephen R. Grand Award“, eine Auszeichnung des Civic Education Projects in New York und Budapest.

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