

|
 |

 | 

 | Veranstaltungsort: Nordost-Institut Lüneburg, Brömsehaus.
Der Einlaß erfolgt über die Eingänge Am Berge 35 und Conventstraße 1.
Eintritt frei
|
 | 27.11.2008, 18:00 Uhr
| Nordost-Institut Lüneburg/IKGN - Prof. Dr. Gerhard Hirschfeld, Stuttgart: „Krieg und Kultur – Auf dem Weg zu einer neuen Kulturgeschichte des Ersten Weltkriegs“
Vor 90 Jahren, am 11. November 1918, endete mit der Unterschrift der deutschen Delegation unter den Waffenstillstandsvertrag der Erste Weltkrieg, der als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts’“ in die Geschichte eingegangen ist. Der „Große Krieg“, wie der Kampf bis heute in einigen der ehemals Krieg führenden Nationen genannt wird, ist ein Erinnerungsort, der seinen territorialen Bezug in Flandern, an der Somme oder bei Verdun hat. Die Wahrnehmung dieses Krieges wurde aber nicht nur durch die Schlachtenorte geprägt, sondern auch durch die Art der Kriegsführung. Der Erste Weltkrieg war ein industrialisierter Massenkrieg, dessen Grausamkeit sich nicht zuletzt darin zeigte, dass der „Tod als Maschinist“ auftrat. Der Soldat war in seinem Unterstand und im Niemandsland zwischen den Gräben den automatisierten Waffen nahezu hilflos ausgeliefert. Die Erfahrungen im Schützengraben und in der Heimat prägten auch die Gesellschaft und die Kultur. Wie stellt sich die kulturelle Hinterlassenschaft dieses Krieges, der mit dem Tod der letzten Zeitzeugen endgültig der historischen Vergangenheit zuzurechnen ist, aus heutiger Sicht dar? Befinden wir uns bereits auf dem Weg zu einer neuen Kulturgeschichte des Ersten Weltkrieges? Und wie könnte diese aussehen?

Dr. Gerhard Hirschfeld ist Professor am Historischen Institut der Universität Stuttgart und Leiter der Bibliothek für Zeitgeschichte. Er ist unter anderem Vorsitzender des Deutschen Komitees für die Geschichte des Zweiten Weltkrieges und Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Gremien und Beiräte. Seit Jahrzehnten beschäftigt sich Professor Hirschfeld mit der Geschichte der Weltkriege; er ist einer der ausgewiesenen Kenner der Geschichte des Ersten Weltkrieges. Aus der Reihe seiner Veröffentlichungen zum Thema sei nur die umfassende, 2003 erschienene 'Enzyklopädie des Ersten Weltkrieges' genannt, die er als Mitherausgeber maßgeblich geprägt hat und die heute bereits als Standardwerk zu betrachten ist.

|

 |
 |





|