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 | Das Stereotyp der baltischen Frau
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 | 17.03.2010, 19:30 Uhr
| Nordost-Institut Lüneburg/IKGN - Dr. Anja Wilhelmi: Weiblichkeit als schönster Schmuck
Veranstaltungsort: Ostpreußisches Landesmuseum, Ritterstraße 10, 21335 Lüneburg
Vortrag von Dr. Anja Wilhelmi
Eintritt: 4,- € (ermäßigt: 3,- €)
Das Stereotyp der baltischen Frau wurde erst im Laufe des 19. Jahrhunderts erschaffen. Die Andersartigkeit der Baltinnen wurde mit der historisch-regionalen Besonderheit der Ostseeprovinzen und ihrer Geschichte bzw. mit einer eigenen deutschbaltischen Tradition begründet.
Das Stereotyp überdauerte bis weit in das 20. Jahrhundert hinein. In der literarischen Verwendung des Stereotyps der baltischen Frau lassen sich Vorstellungen von Geschlechter- und Gesellschaftsmodellen finden: „Noch immer sind die baltischen Frauen in ihrer Gesamtheit die Trägerinnen edler Bildung und geistigen Lebens, noch immer ist echte Weiblichkeit ihr schönster Schmuck, noch können sie ruhig den Vergleich mit den Frauen jeder Gegend Deutschlands aufnehmen. Das Haus ist noch, wie allezeit bisher, die eigentliche Stätte ihres Wirkens und Schaffens und alle modernen Emancipationstheorien werden, davon sind wir überzeugt, wirkungslos bei ihnen verhallen“, so die Beschreibung in einer deutschbaltischen Zeitschrift aus dem Jahre 1893.
Im Rahmen des Vortrags wird nach den Darstellungsformen und der Funktion des Stereotyps der baltischen Frau gefragt. Als Grundlage der Untersuchung werden v. a. Presseartikel und allgemein publizistische Äußerungen einzelner Vertreter der deutschen Minderheit herangezogen.
Ankündigung und Pressemitteilung des Ostpreußischen Landesmuseums Lüneburg

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