Das Baltikum - Geschichte einer europäischen Region

 

Das Baltikum - Geschichte einer europäischen Region

 

Publikationsprojekt / Detlef Henning, Konrad Maier†, Anja Wilhelmi

 

Unter dem Titel „Das Baltikum. Geschichte einer europäischen Region“ entstand zwischen 2008 und 2020 am Nordost-Institut eine dreibändige deutschsprachige Gesamtdarstellung der Geschichte des Baltikums von den Anfängen bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. Sie ist inzwischen im Hiersemann Verlag Stuttgart erscheinen, der bereits das sechsbändige „Handbuch für die Geschichte Russlands“ veröffentlicht hat und fortlaufend „Polen in der europäischen Geschichte. Ein Handbuch in vier Bänden“ herausbringt.

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Blut und Metall. Transnationale Wissensräume

 

Blut und Metall. Die transnationalen Wissensräume von Ludwig Hirszfeld und Jan Czochralski im 20. Jahrhundert

 

Habilitation / Katrin Steffen

Die Habilitation wurde im Jahr 2019 abgeschlossen, die Habilitationsschrift wird im Herbst 2021 im Wallstein-Verlag erscheinen.

Im Zentrum der Untersuchung stehen die Lebensläufe von polnischen Wissenschaftlern und Experten, die vor 1918 in nicht-polnischen Strukturen West- oder Osteuropas ausgebildet worden sind und dort begonnen hatten, in ein universitäres oder industrielles Arbeitsleben einzutreten. Nach 1918 kehrten sie in das wieder erstandene Polen zurück, ein Land, das mit der Wiedergründung nach dem Ersten Weltkrieg technologisches und wirtschaftliches Expertenwissen benötigte und neue Funktionseliten ausbildete. Dazu gehörten zum Beispiel der Chemiker und Metallforscher Jan Czochralski, der maßgeblich an der Erfindung einer Methode zur Siliziumgewinnung beteiligt war genauso wie der Mikrobiologe und Serologe Ludwik Hirszfeld, auf den unter anderem die Einteilung der Blutgruppen zurückgeht.

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Unter dem wachsamen Auge des Staates: Religiöser Dissens der Russlanddeutschen in der Breschnew-Ära

 

Monographie / Victor Dönninghaus zusammen mit Andrej Savin und Johannes Dyck (Bonn)


Die Politik gegenüber religiösen Organisationen unterlag in der UdSSR mit Beginn der 1960er Jahre wesentlichen Veränderungen. Der Staat gestand der Mehrheit von ihnen - soweit sie zur öffentlichen Bekundung ihrer Loyalität bereit waren - das Recht auf eine besondere Rolle in der Gesellschaft zu. Da unter Leonid Breschnew die politische Führung von Chruschtschows Plan Abstand nahm, in kürzester Zeit eine kommunistische Gesellschaft aufzubauen, wurde für die Mehrheit der religiösen Organisationen, besonders die Russische Orthodoxe Kirche, der Zwang zur Anpassung an das sowjetische Regime abgeschafft. Unter gelockerten Bedingungen erhielten nun diejenigen Kirchen, die sich parteikonform verhielten, in begrenztem Maße Entfaltungsmöglichkeiten. Diese Vereinbarung bestand bis zum Ende der UdSSR.

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Graduiertenkolleg Vergegenwärtigungen: Repräsentationen der Shoah"

In der Zeit von 2014 bis 2017 war das Nordost-Institut Mitglied im

Graduiertenkolleg Vergegenwärtigungen: Repräsentationen der Shoah in komparatistischer Perspektive

Das Graduiertenkolleg ist ein Fächer übergreifendes, literatur- und kulturwissenschaftliches Promotionskolleg an der Universität Hamburg, das in Zusammenarbeit mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, der Gedenkstätte Bergen-Belsen, dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg und dem Nordost-Institut Lüneburg durchgeführt wurde. Das Graduiertenkolleg bot einen Rahmen für Promotionsvorhaben, die sich mit unterschiedlichen Formen und Medien der Erinnerung an die Shoah in der Gegenwartskultur (ab 1989) beschäftigen. Das disziplinär und medial vergleichend angelegte Kolleg setzte seine Schwerpunkte in den USA, West- und Osteuropa und brachte die dort geführten Diskurse über die Shoah mit einander in Verbindung.  

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Gemeinsames Forschungsprojekt am Nordost-Institut 2011-2016

2011 - 2016 - Individuum und Gesellschaft in Ost- und Nordosteuropa

Lebensgeschichte, denn nichts anderes meint Biographie, ist die Geschichte des Individuums. Diese ganz eigene Erfahrung steht zwar zunächst vermeintlich in einem Gegensatz zu strukturgeschichtlichen Fragestellungen, ist doch das Biographisch-Singuläre Antonym des Generalisierend-Allgemeinen. Aber der Protagonist oder die Protagonistin agiert immer in einem historisch-sozialen Umfeld, das ihn oder sie prägt und sein Handeln und Verständnis (mit)bestimmt. Insofern spiegeln sich in der Biographie immer auch soziale Prozesse wider.

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