Arbeit als Hoffnung. Jüdische Ghettos in Litauen 1941-1944

Arbeit als Hoffnung. Jüdische Ghettos in Litauen 1941-1944Joachim Tauber

München: De Gruyter Oldenbourg 2015. 442 S.

ISBN 978-3-11-041476-9

zu beziehen über den Buchhandel

Preis: 59.95 EUR

 

Der Mord an den europäischen Juden zählt zu den am besten erforschten Ereignissen des 20. Jahrhunderts. Dabei wird die mehrjährige Ghettophase in Ostmitteleuropa in der Regel nur als eine Art Vorstufe der Vernichtung wahrgenommen.

Joachim Tauber stellt diese These auf den Prüfstand, wobei er am Beispiel Litauens insbesondere den generell vernachlässigten Arbeitseinsatz von Juden in Ghettos untersucht.

Das Leben der Menschen in den Ghettos, so die Quintessenz seiner quellengesättigten innovativen Studie, war geprägt von entbehrungsreicher Arbeit für die deutschen Besatzer und litauischen Einrichtungen. Um Arbeit drehte sich in den Ghettos alles: Sie stand für die jüdische Ghettoleitung ebenso im Vordergrund wie für die deutsche Zivilverwaltung, die größten Wert darauf legte, sie so effizient wie möglich zu organisieren. Letztlich bildete sie sogar die Voraussetzung für die Fortexistenz der Ghettos. Arbeit war für viele Juden die letzte Hoffnung, wie kaum je so eindringlich gezeigt worden ist wie in diesem Buch.

ISBN 978-3-11-041476-9 zu beziehen über den Buchhandel

 

Rezensionen in:

H-Soz-u-Kult (01.07.2016, rezbuecher-25231)

Lituanian Historical Studies 21 2017, S. 189-197

Letzte Aktualisierung: 28.02.2018

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.