In Arbeit: Nordost-Archiv, Band XXIX: 2020

Am Schnittpunkt von Selbst und Gemeinschaft: Sexuelle Praktiken im östlichen Europa des 20. Jahrhunderts
At the Crossroads of Self and Community: History of Sexuality of Eastern Europe in the 20th Century

Verantwortlich: Katrin Steffen gemeinsam mit Dietlind Hüchtker, Claudia Kraft

Geplanter Erscheinungstermin: 2021

Es gibt wohl kaum eine historische Praxis, die sich besser dazu eignet, dem Zusammenhang von individuellen Erfahrungen, kollektiven Normen und institutionellen Rahmungen nachzuspüren, als die der Sexualität. Daher betrachtet die geplante Ausgabe des Nordost-Archivs das 20. Jahrhundert in Osteuropa durch das Prisma der Sexualitätsgeschichte. Sie diskutiert sexuelle Praktiken für einen historischen Zeitraum, in dem Subjektivierungsprozesse als konstituierend gelten, werden doch Moderne wie Postmoderne mit der Erfindung und Gestaltung des Subjekts, seiner Dekonstruktion und Neu-Erfindung in Verbindung gebracht. In der Geschichtsschreibung zum östlichen Europa scheinen Subjektivierungen in der Regel hinter häufig gewalthaften Transformationsprozessen zu verschwinden – hier setzt die geplante Ausgabe an und fragt nach den Schnittpunkten zwischen Selbst und Gemeinschaft. Mit einer Historisierung des sexuellen Begehrens will es zu einem differenzierten Verständnis sozialer Beziehungen, individueller Erfahrungen und gesellschaftlicher Ordnungen beitragen.

Das ausführliche Konzept finden Sie hier

In Arbeit: Nordost-Archiv, Band XXX: 2021

Ordnungen - Aneignungen - Erfahrungen

Verantwortlich: Joachim Tauber, Anja Wilhelmi

Geplanter Erscheinungstermin: 2021

Das dreißigjährige Jubiläum des Nordostarchivs ist uns Anlass, die aktuelle Forschung der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nordost-Instituts vorzustellen. In gewohnter Weise präsentiert sich der Jubiläumsband als Themenheft. Ordnung, Aneignung, Erfahrung - ausgehend von den drei Leitbegriffen des Forschungskonzeptes des Instituts widmen sich die Beiträge Entwürfen und der Etablierung von gesellschaftlichen Ordnungsvorstellungen, deren Wahrnehmung und Infragestellung. Es werden Strategien der Aneignung von Territorium, Kultur und historischen Narrativen analysiert und Prozesse der wechselseitigen Wahrnehmung und des Erlebens historischer Orte und Räume untersucht. Der Band vermittelt auf diese Weise einen Einblick in das Forschungsspektrum des Instituts.

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