Gesammelte Erinnerung

Gesammelte Erinnerung - vom deutschen Heimatmuseum zum polnischen Regionalmuseum

Agnieszka Pufelska


Die heute bestehende Museumsvielfalt in den ehemaligen deutschen Provinzen (Ost- und Westpreußen, Pommern) ist nicht nur durch polnische Musealisierungstendenzen entstanden, sondern auch Folge der musealen Entwicklung der Regionen bis 1939. Die durch den Zweiten Weltkrieg beschädigten und dezimierten Sammlungen der deutschen Heimatmuseen bildeten häufig Basis und Ausgangspunkt für die neu gegründeten polnischen Ortsmuseen.

Das Projekt setzt sich zum Ziel, die Geschichte der Heimatmuseen in der unmittelbaren Nachkriegszeit zu beleuchten und den Integrationsprozess der deutschen Sammlungen in die polnische Ausstellungspraxis aufzuzeigen. Nicht die umfassende Geschichte jeder einzelnen dieser Institutionen steht dabei im Vordergrund, es geht vielmehr um die Frage nach dem erinnerungspolitischen Umgang mit den deutschen Gegenständen unterschiedlichster Art, Zeugnissen der Kunst, Kultur und Naturgeschichte.

Inwiefern waren die polnischen Stadt- und Regionalmuseen in Słupsk/Stolpe, Olsztyn/Allenstein oder Elbląg/Elbing Medien der Politik?
Wurden die deutschen Sammlungen instrumentalisiert, um politische Botschaften zu vermitteln?
In welchem Maße änderten diese Museen die Präsentationspraktiken, wenn sich die politischen Verhältnisse veränderten?
Wie fügte sich die deutsche Architektur in die neue Museumskonzeption ein?

Gleichzeitig soll darauf hingewiesen werden, welche Initiativen, Aktivitäten und Anstrengungen polnischerseits unternommen wurden, um die deutschen Exponate zu retten, zu konservieren und den Museumsbesuchern zugänglich zu machen.

29.04.2016

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