"Wer nicht für uns ist, ist gegen uns"

„Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“: Die neue Ordnung und die russlanddeutsche Jugend in der Sowjetunion (1917–1941)

 

Monographie / Victor Dönninghaus

 

1918 gründete die Kommunistische Partei Russlands (RKP(b)) einen Kommunistischen Jugendverband, auch Komsomol genannt. Die Bolschewisten verfolgten dabei zwei Ziele: Sie wollten den politischen Klassenkampf auch in den jungen Generationen festigen und die Jugend für ihre Zwecke gewinnen.

Im Forschungsprojekt wird die Arbeit des Komsomol mit deutschen Jugendlichen in Sowjetrussland (Sowjetunion) untersucht. Es fragt, inwieweit sich russlanddeutsche Jugendliche politisieren und über den Komsomol beeinflussen ließen. Dazu soll beschrieben werden, welche Formen der Leitung nichtrussischer kommunistischen Jugendorganisationen Moskau anwandte, um auf die junge Generation Einfluss zu nehmen. Von Interesse ist auch die Frage, wie Moskau es schaffte eine politische gewollte Abgrenzung der Jugendlichen nach Merkmalen des Klassenkampfes in die Praxis umzusetzen.

 

1918 gründete die Kommunistische Partei Russlands (RKP[b]) einen Kommunistischen Jugendverband, auch Komsomol genannt. Die Bolschewisten verfolgten dabei zwei Ziele: Sie wollten den politischen Klassenkampf auch in den jungen Generationen festigen und die Jugend für ihre Zwecke gewinnen.

Die kommunistischen Jugendorganisationen trugen entscheidend zur Zerstörung der traditionellen patriarchalischen Ordnung in den nationalen Dörfern bei und beteiligten sich an der antireligiösen und internationalistischen Propaganda und Agitation. Aus genau diesem Milieu der jugendlichen Kommunisten kamen später die Führungskader aller Ebenen für die Arbeit in den Partei- und Sowjetorganen.

Das Forschungsprojekt untersucht die Arbeit des Komsomol mit deutschen Jugendlichen in Sowjetrussland (Sowjetunion). Es fragt, inwieweit sich russlanddeutsche Jugendliche politisieren und über den Komsomol beeinflussen ließen. Dazu soll beschrieben werden, welche Formen der Leitung nichtrussischer kommunistischer Jugendorganisationen Moskau anwandte, um auf die junge Generation Einfluss zu nehmen. Von Interesse ist auch die Frage, wie Moskau es schaffte, eine politisch gewollte Abgrenzung der Jugendlichen nach Merkmalen des Klassenkampfes in die Praxis umzusetzen. Eine der wichtigsten Fragen in diesem Zusammenhang lautet, welche anderen Mittel außer Disziplinierung und Unterdrückung den Bolschewiki zur Verfügung standen, um ihren „neuen Menschen“ zu erziehen und die junge Generation in „sozialistische“ Arbeits- und Lebensformen einzubinden.

Der Abschluss des Projektes ist zum 31. Dezember 2022 geplant.

 

10.07.2019
Letzte Aktualisierung: 06.01.2021

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