Wilhelmi_Grenzgängerin Monika Hunnius

 

Monika Hunnius, aus dem Leben einer Grenzgängerin

 

von Anja Wilhelmi

 

1. Einleitung

 

Biografische Stationen

1858 kam Monika Hunnius im Elternhaus[1] der Mutter, Jenny Hunnius, unter der Aufsicht des Großvaters und Mediziners Carl Müller zur Welt.[2] Hunnius war das zweitgeborene Kind des in Narwa (Narva, Estland) arbeitenden Pastors Carl Hunnius. Ihre ersten sechs Lebensjahre verbrachte sie hier, im Pastorat in Narwa. Der Tod von Carl Hunnius im Jahr 1868 veranlasste Jenny Hunnius, mit ihren (inzwischen) drei Kindern in den Haushalt ihres Vaters nach Riga zurückzukehren.[3] Dort lebte bereits die ebenfalls verwitwete Schwester mit ihren Kindern.

       Über die Schulbildung von Hunnius ist nichts bekannt. Überliefert ist, dass Jenny Hunnius die Musikalität ihrer Kinder durch gemeinsames Singen und Klavierunterricht förderte, sodass das Mädchen im Alter von 18 Jahren nicht ohne Vorkenntnisse ihren ersten Gesangsunterricht bei Mathilde Hain erhalten konnte.[4] Erste öffentliche Konzertauftritte folgten. Seit den 1880er Jahren zog sie eine berufliche Zukunft als Sängerin in Erwägung. Durch die Fürsprache der bekannten Sängerin Amalie Joachim (geb. Schneeweiß, 1839–1899)[5] wurde Hunnius von 1882 bis 1884 Schülerin bei Julius Stockhausen (1826–1906) im Fach Kunstlied. Hier, in Frankfurt, fand Hunnius Unterkunft in dem Haushalt der Deutschbaltin Juliane ...

Zur Abhandlung

 


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Empfohlene Zitierweise:

Joachim Tauber (Hrsg.): Individuum und Gesellschaft in Ost- und Nordosteuropa (Online-Publikationen des Nordost-Instituts/Forschungsbeiträge), Lüneburg 2017, URL: www.ikgn.de/online-publikationen/forschungsbeitraege/individuum-und-gesellschaft.

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