Sommersemester 2016

Apl. Prof. Dr. Dr. h.c. Victor Dönninghaus
 
Übung: Geschichte der Russlanddeutschen (18.-20. Jahrhundert): Auswanderer - Kolonisten - Aussiedler
[Russians of German Descent (18th-20th Centuries): Emigrants - Colonists - Remigrants]
 
Universität Hamburg, Historisches Seminar; FB Geschichte, Donnerstag 12-14 Uhr, Raum Phil 964 (Veranstaltungsnummer: 54-241) wöchentlich: 07.04.2016 - 14.07.2016

Im Mittelpunkt des Seminars steht die wechselvolle Geschichte der deutschen Auswanderer nach Russland seit Ende des 18. Jahrhunderts bis in die Zeit der Sowjetunion und schließlich ihre Migration und Situation als Aussiedler in Deutschland. Die Geschichte der Russlanddeutschen soll dabei in den Kontext der russischen und der sowjetischen Geschichte gestellt und dabei ebenfalls die Wechselwirkungen mit der russischen, sowjetischen und dann deutschen Umwelt beleuchtet werden.

Studien-/Prüfungsleistungen: Regelmäßige Teilnahme, Sitzungsgestaltung mit schriftlicher Ausarbeitung.

Literatur:

- Gerd Stricker (Hrsg.): Deutsche Geschichte im Osten Europas. Rußland. Berlin 1997.

- Alfred Eisfeld: Die Rußlanddeutschen. Mit Beiträgen von Detlef Brandes und Wilhelm Kahle. 2. Aufl. München 1999.

- Stefan Koch: Neue Nachbarn. Rußlanddeutsche Lebenswege von Ost nach West. Hrsg. von Jochen Welt. Göttingen 2000.

- Klaus J. Bade/Jochen Oltmer (Hrsg.): Aussiedler: deutsche Emigranten aus Osteuropa. Osnabrück 1999.

 

 

PD Dr. Agnieszka Pufelska
 
Seminar: Die Geschichte des Antisemitismus
 
Universität Potsdam, Historisches Seminar; Montag 12-14 Uhr, Raum 1.09.2.03 (Veranstaltungsnummer: 54773) wöchentlich: 11.04.2016 - 18.07.2016

 

 

Dr. Katrin Steffen
 
Seminar: Deutsche Diaspora: Zur globalen Geschichte deutscher Migrantinnen und Migranten vom 17. bis ins 21. Jahrhundert
 
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Freitag 10-12 Uhr, wöchentlich: 08.04.2016 - 15.07.2016

Historisch betrachtet ist Deutschland, bedingt durch politische, wirtschaftliche, kulturelle und soziale Entwicklungen, sowohl Ein- als auch Auswanderungsland: Bereits seit der Frühen Neuzeit haben Deutsche längere oder kürzere Zeiten außerhalb ihres Geburtslandes verbracht, als Reisende und Entdecker, Kartographen oder Soldaten, als Kaufleute oder als Gelehrte. Sie gingen als Kolonisten nach Ost- und Südosteuropa oder stellen sich in die Dienste der Imperien auf der ganzen Welt. Besonders im 19. Jahrhundert nahm, bedingt durch Bevölkerungswachstum und sozio-ökonomische Perspektivlosigkeit, eine transatlantische und überseeische Auswanderung massenhafte Züge an. In den Ankunftsregionen wie den USA, Russland oder Lateinamerika bildeten deutsche Migrantinnen und Migranten sehr unterschiedliche diasporische Netzwerke, die sich teilweise über Jahrhunderte behaupten konnten. Das Seminar will diese Netzwerke in vergleichender Perspektive untersuchen. Ein Schwerpunkt wird darauf liegen, wie die deutschen Auswanderer in eine globale Geschichte von Migration und diasporischen Gemeinschaften integriert werden können. Zu diskutieren ist, ob sich Konzepte für die Erforschung ihrer Geschichte finden lassen, die eine Alternative zum ideologisierten Begriff „Auslandsdeutsche“ anbieten.

 

Literatur:

- Rainer Münz, Rainer Ohliger: Auslandsdeutsche, in; Étienne François, Hagen Schulze (Hrsg.): Deutsche Erinnerungsorte. Bd. 1. München 2001, S. 370–388.

- Enzyklopädie Migration in Europa. Vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart, hrsg. von Klaus J. Bade,
Pieter C. Emmer, Leo Lucassen, Jochen Oltmer, Paderborn 2007.

- Stefan Manz, Constructing a German Diaspora. The "Greater German Empire": 1871–1914, Oxford 2014.

- H. Glenn Penny and Stefan Rinke. Germans Abroad. Geschichte und Gesellschaft, Bd. 41/2 (2015) S. 173-196.

 

 

PD Dr. Joachim Tauber
 
Hauptseminar:  Der Holocaust in Polen und der Sowjetunion
[Holocaust in Poland and the USSR]

Universität Hamburg, Historisches Seminar; FB Geschichte, Freitag 10-12 Uhr, Raum Phil 972 (Veranstaltungsnummer: 54-XXX) wöchentlich: 08.04.2016 - 15.07.2016

Die Vernichtung der europäischen Judenheit durch den Nationalsozialismus steht seit einigen Jahren wieder im Brennpunkt der Forschung. Regionalgeschichtliche Studien haben die These des einzig und allein von der NS-Führung ausgehenden und gesteuerten Prozesses dahingehend modifiziert, dass der Massenmord vor Ort vielfache Unterschiede und Initiatoren aufweist, deren Rückwirkungen auf die ‚Endlösung’ bislang nicht ausreichend erkannt wurden. Die Übung konzentriert sich auf Polen und die besetzten Teile der Sowjetunion als den Zentren des Massenmords. Im Mittelpunkt steht die Frage nach den Radikalisierungsimpulsen von ‚oben’ und von ‚unten’, die schließlich den Weg in die Mordfabriken in Polen ebneten.

Studien-/Prüfungsleistungen: Für den Scheinerwerb werden ein Referat von ca. 30 Min. und eine schriftliche Hausarbeit erwartet.

Literatur:

- Ulrich Herbert (Hrsg.): Nationalsozialistische Vernichtungspolitik 1939-1945. Neue Forschungen und Kontroversen. Frankfurt a.M. 1998.

- Götz Aly: ‚Endlösung’. Völkerverschiebung und der Mord an den europäischen Juden. Frankfurt a.M. 1998.

- Christopher R. Browning: ‚Ganz normale Männer’. Das Reserve-Polizeibataillon 101 und die Endlösung in Polen. Reinbek b. Hamburg 1993.

31.03.2015

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