Sommersemester 2018

PD Dr. David Feest
Proseminar:  Zwischen nationalem Aufbruch und Russifizierung. Die baltischen Ostseeprovinzen des Zarenreichs im 19. Jahrhundert

Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät, Institut für Geschichtswissenschaften, Freitag 10-12 Uhr, Gebäude 114 Mohrenstraße 40/41 (Mo 40, Unterrichtsraum)(Veranstaltungsnummer: 51313) wöchentlich: 20.04.2018 - 20.07.2018

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PD Dr. Agnieszka Pufelska
Seminar:   Geschichte im Museum

Universität Potsdam, Freitag 10-12 Uhr, wöchentlich: 13.04.2018 - 20.07.2018

Museen und Ausstellungsprojekten kommt eine wichtige Bedeutung bei der Aneignung von Vergangenheit zu, aber auch bei der Orientierung für Gegenwart und Zukunft und damit für die individuelle und kollektive Sinnstiftung. So gesehen sind Museen nicht nur politisch-historische Lernorte, sondern auch wirksame Mittel zur Modellierung des historischen Gedächtnisses. Historische Museen dienten vor allem dem Staat zum Aufbau, zur Verbreitung und Konservierung bestimmter nationaler Geschichtsbilder und damit auch der Konstruktion nationaler Identität. Das Seminar setzt sich zum Ziel, eine Diskussion über die Funktion von Museen und Ausstellungen im Kontext der Debatte über Erinnerung und Gedächtnis anzuregen. Konkret geht es um die Frage, wie sich der gesellschaftliche Diskurs über die Vergangenheit im Geschichtsmuseum widerspiegelt, zum anderen darum, welche konkreten Ziele verfolgt die von der Politik auf den Weg gebrachte museale Vermittlung von Geschichte. Analysiert werden Geschichtsmuseen aus Deutschland und Osteuropa.

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Dr. Katrin Steffen
Seminar:   Gesellschaften im östlichen Europa unter nationalsozialistischer Besatzung 1939 bis 1945

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, FB Geschichte, Freitag 10-12 Uhr, wöchentlich: 06.04.2018 - 13.07.2018

Der Zweite Weltkrieg und die Erfahrung der nationalsozialistischen Herrschaft haben die Gesellschaften im östlichen Europa nachhaltig geprägt, ihre Auswirkungen auf die politische Kultur und das historische Bewusstsein sind bis heute vielerorts spürbar. Die Besatzungspolitik im östlichen Europa zielte dabei von Anfang an auf Ausbeutung, Deportation und Ermordung. Die Ausgangsbedingungen in den betroffenen Ländern waren aber nicht zuletzt unter rasseideologischen Gesichtspunkten verschiedene, so dass die jeweiligen Besatzungsziele, die Okkupationspraxis sowie die Reaktionen und Handlungsspielräume der betroffenen Akteure ebenfalls unterschiedlich waren. Anhand von Fallbeispielen sollen die vielschichtigen Beziehungen zwischen Besatzern und Besetzten im Spannungsfeld von Kollaboration und Widerstand, Fragen der wirtschaftlichen Ausbeutung, der Repression und der Verfolgung, des Alltags bestimmter Gruppen und Akteure und des Kulturlebens unter den Bedingungen der Okkupation diskutiert werden. Durch eine vergleichende Perspektive können sowohl übergreifende Muster deutscher Besatzungsherrschaft als auch Unterschiede und nationale Spezifika herausgearbeitet werden. Nicht zuletzt soll auch der Umgang mit den Kriegs- und Besatzungsjahren nach 1945 in verschiedenen Ländern den Blick genommen werden. 

Einführende Literatur:
- Mark Mazower, Hitlers Imperium. Europa unter der Herrschaft des Nationalsozialismus, München 2009;
- Timothy Snyder, Bloodlands: Europa zwischen Hitler und Stalin. Beck, München 2011;
- Lebenswelt Ghetto: Alltag und soziales Umfeld während der nationalsozialistischen Verfolgung, hg. von Imke Hansen, Katrin Steffen und Joachim Tauber, Wiesbaden 2013;
- Kooperation und Verbrechen. Formen der „Kollaboration“ im östlichen Europa 1939-1945, hg. von Babette Quinkert, Christoph Dieckmann und Tatjana Tönsmeyer, Göttingen 2003

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Prof. Dr. Joachim Tauber
Hauptseminar:  Die Außenpolitk der Weimarer Republik, 1919-1933
[The Foreign Policy of the Republic of Weimar, 1919-1933]

Universität Hamburg, Historisches Seminar; FB Geschichte - Osteuropastudien, Freitag 10-12 Uhr, Raum Ü35-01021 (Veranstaltungsnummer: 54-329) wöchentlich: 06.04.2018 - 13.07.2018

Die Außenpolitk der Weimarer Republik stand unter dem Diktum der Revision des Versailler Vertrages. Insbesondere die Abtretung der Ostgebiete wurde immer wieder zu einer gesellschaftlichen Mobilisierung gegen 'Versailles' und die Weimarer Republik instrumentalisiert. Deswegen sollen nicht nur die außenpolitischen Zielsetzungen (Verträge von Rapallo und Locarno, Völkerbund) vorgestellt, sondern auch die innenpolitischen Auswirkungen untersucht werden..

Studien-/Prüfungsleistungen:
Für den Scheinerwerb werden ein Referat von ca. 30 Min. und eine schriftliche Hausarbeit erwartet.

Literatur:

- Eberhard Kolb: Die Weimarer Republik, München 2009;
- Heinrich August Winkler: Die Weimarer Republik. Die Geschichte der ersten deutschen Demokratie, München 1994;
- Gottfried Niedhardt: Die Außenpolitik der Republik von Weimar, Berlin und Boston 3/2013.

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Dr. Anja Wilhelmi
Übung:  Adeligkeiten - Vorstellungen und Konzepte eines Standes

Universität Hamburg, Historisches Seminar; FB Geschichte - Osteuropastudien, Donnerstag 12-14 Uhr, Raum Ü35-01025, (Veranstaltungsnummer: 54-237) wöchentlich: 05.04.2018 - 12.07.2018

In Orientierung an kulturwissenschaftliche Konzepte sollen die vielschichtigen (ost-)europäischen Adelskulturen untersucht werden. Der Begriff Adel umfasst in diesem Verständnis mehr als eine ständische Zuordnung, er umschließt Adelskulturen. Ein Schwerpunkt des Seminars besteht darin, kulturelle Praktiken sowie Mechanismen von Selbstverortungen, Legitimation und Destinktion zu entschlüsseln. Dabei werden Fragen der Eigen- und Fremdperzeption zu beachten sein. Der zeitliche Schwerpunkt wird dabei auf dem 18.-20. Jahrhundert liegen.

Literatur:

- Adel und Moderne, Deutschland im europäischen Vergleich im 19. Und 20. Jahrhundert, hrsg. v. Eckart Conze und Monika Wienfort. Köln 2004;
- Kreutzmann, Marko: Zwischen ständischer und bürgerlicher Lebenswelt, Köln u.a. 2008;
- Patel, Sheila: Adeliges Familienleben, weibliche Schreibpraxis, Frankfurt a.M., New York 2015;
- Demel, Walter u. Sylvia Schraut: Der deutsche Adel. Lebensformen und Geschichte, München 2014.

 

Letzte Aktualisierung: 16.04.2018

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