Sommersemester 2020

Detlef Henning M.A.

Übung:
Revolutionen und Umbrüche in der baltischen Region im 20. Jahrhundert
[Revolutions and Upheavals in the Baltic Region in the 20th Century]

Universität Hamburg, Historisches Seminar, FB Geschichte, Veranstaltungsnummer: 54-23
Donnerstag 12-14 Uhr, wöchentlich vom 20.04. bis 15. Juli 2020 - Onlineveranstaltung

Die baltische Region - im engeren Sinne die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen – wurde im 20. Jahrhundert in besonderem Maße von Revolutionen und politisch-gesellschaftlichen Umbrüchen erschüttert: von den Revolutionen 1905/1917 über wechselnde Besetzungen im Ersten Weltkrieg, autoritäre Putsche 1926/1934, drei Besatzungsregime im Zweiten Weltkrieg, die „Singende Revolution“ 1987/1991 bis hin zu den Transformationen im Vorfeld des Beitritts zur EU 2004.
Die Übung zeichnet diese Eruptions-, Gewalt- und Transformationsgeschichte anhand von Quellentexten nach und arbeitet neben den Brüchen auch Kontinuitätslinien der Geschichte dieser besonderen Zwischenregion zwischen Deutschland und Russland, Skandinavien und Polen heraus. Besonderes Augenmerk gilt dabei auch Einzelbiographien und der Frage nach Anpassung, Widerstand und sozialem Überleben des einzelnen Menschen.


Einführende Literatur:

- Überblick: Norbert Angermann, Karsten Brüggemann: Geschichte der baltischen Länder. Stuttgart 2018, S. 216 ff.;
- vertiefend am Beispiel Lettlands: Ivars ījabs, Jan Kusber, Ilgvars Misāns, Erwin Oberländer (Hg.): Lettland 1918‒2018.
  Ein Jahrhundert Staatlichkeit. Paderborn 2018;
- biografisch: Sandra Kalniete: Mit Ballschuhen im sibirischen Schnee. München 2005.


Studienleistungen/Prüfungsleistungen: Regelmäßige Teilnahme, Sitzungsgestaltung mit schriftlicher Ausarbeitung.

 

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Prof. Dr. Joachim Tauber

Vorlesung:
Entscheidung über Deutschland: Die deutsche Frage und der Kalte Krieg
[Decision on Germany: The German Question and the Cold War]

Universität Hamburg, Historisches Seminar, FB Geschichte - Osteuropastudien
Freitag 10-12 Uhr, wöchentlich vom 20.04. bis 15. Juli 2020 - Onlineveranstaltung

Die deutsche Frage und der Kalte Krieg stehen in direktem Zusammenhang. Die deutsche Teilung war ein besonders augenfälliges Symbol des Kalten Krieges, an dem die Bundesrepublik und die DDR als 'Frontstaaten' auf der Seite ihres jeweiligen Lagers teilnahmen. Ein Schwerpunkt der Vorlesung liegt auf der Genese des Kalten Krieges und den Weg in die deutsche Teilung sowie der Etablierung der Machtblöcke bis 1955. Neben der Entspannungspolitik der 70er Jahre (Schlußakte von Helsinki) wird abschließend auf das Ende der bipolaren Welt und die Ereignisse 1989/91 in Mittel- und Ostmitteleuropa eingegangen.


Einführende Literatur:

- Wilfried Loth: Die Teilung der Welt. Geschichte des Kalten Krieges, 1941-1955, München 9/2000.
- Timothy Garton Ash: Im Namen Europas. Deutschland und der geteilte Kontinent, Erstveröffentlichung München 1993.


Studienleistungen/Prüfungsleistungen: Anwesenheit

 

Bitte beachten Sie, dass es aufgrund der Corona-Pandemie zu Veränderungen im Sommersemester 2020 kommen kann und informieren Sie sich über diese Veränderungen auf der Webseite Auswirkungen der Corona-Pandemie für Studierende der Universität Hamburg.

 

05/2020
Letzte Aktualisierung: 24.06.2020

 

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