Forschungsstipendiatin 2017: Dr. Elisabeth Haid

Als erste Stipendiatin bearbeitete Dr. Elisabeth Haid aus Wien für drei Monate das komparative Thema „Die ‚polnische Frage‘ im Umbruch? Innenpolitische Debatten im Deutschen Reich und in Österreich-Ungarn in den Jahren 1917/18“. Ihre Forschungsergebnisse stellte sie in einem öffentlichen Vortrag mit dem Titel "Die Unabhängigkeit Polens 1918: Befürworter und Gegner" am 21.02.2018 zur Diskussion.

Foto: ©IKGN_Elisabeth Haid
Foto: ©IKGN_Elisabeth Haid

Kurzvita

Studium der Geschichte und Slawistik an der Universität Wien; 2010-2013 Mitglied des interdisziplinären Doktoratskollegs „Das österreichische Galizien und sein multikulturelles Erbe“; 2013-2017 Universitätsassistentin am Institut für Osteuropäische Geschichte der Universität Wien; 2017 Promotion zum Thema „Im Blickfeld zweier Imperien : Galizien in der österreichischen und russischen Presseberichterstattung während des Ersten Weltkriegs (1914-1917)“.

Aktuelles Projekt

Während die Politik der Mittelmächte im besetzten Kongresspolen und die Proklamation eines Königreichs Polen auf diesem Gebiet im November 1916 große öffentliche Aufmerksamkeit erregten, stand die politische Stellung des preußischen und des österreichischen Teilungsgebiets meist im Schatten dieser Ereignisse. Ziel des Projektes ist ein Vergleich der relativ wenig beachteten innenpolitischen Diskussionen zur „polnischen Frage“ im Deutschen Reich und in der Habsburgermonarchie in den Jahren 1917/18. Der Schwerpunkt liegt auf den parlamentarischen Debatten und deren Rezeption in der Presse. Gefragt wird nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen den jeweiligen Diskursen auf inhaltlicher und struktureller Ebene. Besonderes Augenmerk kommt dabei der Frage zu, inwiefern sich die Konzeption des Staates als Nationalstaat oder als Nationalitätenstaat auf die politischen Auseinandersetzungen auswirkte.

 29.11.2017
Letzte Aktualisierung: 05.03.2018

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