Gedächtnis und Gedenken. Orte des Holocaust in Niedersachsen

30. Januar 2014 19:00 UhrPD Dr. Habbo Knoch

Vortrag: Gedächtnis und Gedenken. Orte des Holocaust in Niedersachsen

Referent: PD Dr. Habbo Knoch Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

Veranstaltungsort: Lüneburg | Ostpreußisches Landesmuseum, Ritterstraße 10

Veranstalter: Nordost-Institut (IKGN e. V. ) in Kooperation mit dem Ostpreußisches Landesmuseum und der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.

Eintritt: frei

Vortrag innerhalb der Vortragsreihe zur Ausstellung "Alles brannte!" Programm Hinweise zu den weiteren Vorträgen dieser Reihe finden Sie unter dem Menüpunkt Veranstaltungen.

Lange Zeit war der Holocaust in der Bundesrepublik ein tabuisiertes, fernes Ereignis. Seit etwa drei

Jahrzehnten haben zahlreiche Initiativen auf die Verbrechen des Nationalsozialismus in Niedersachsen aufmerksam gemacht, indem sie historische Spuren wieder sichtbar gemacht haben. Damit ist vor Ort die europäische und globale Dimension und Bedeutung deutlich geworden. Wie verhalten sich vor diesem Hintergrund zukünftig Praktiken des Gedenkens und die historisch-politische Bewusstseinsbildung zueinander?

Habbo Knoch, geb. 1969, Studium der Geschichte, Politik, Philosophie und Soziologie, 2000 bis 2007 wissenschaftlicher Assistent am Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte der Georg-August-Universität Göttingen, seit 2008 Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und Leiter der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Seit Mitte der 1980er Jahre in der Gedenkstättenarbeit ehrenamtlich engagiert, zählen die nationalsozialistischen Gewaltverbrechen sowie die Erinnerungskultur und Geschichtspolitik zu seinen Forschungsschwerpunkten als Historiker, ebenso die Sozial-, Kultur- und Erfahrungsgeschichte der Moderne (insbesondere mit der Habilitation von 2008 zur Geschichte urbaner Grandhotels um 1900) seit 1880 sowie die transnationale Geschichte politischer Ordnungen und sozialer Systeme im 20. Jahrhundert.

Wichtigste Buchveröffentlichungen: Die Tat als Bild. Fotografien des Holocaust in der deutschen Erinnerungskultur, Hamburg 2001 (Dissertation); Orte der Moderne. Erfahrungswelten des 19. und 20. Jahrhunderts, hg. m. Alexa Geisthövel, Frankfurt/New York 2005; Gewalt und Gesellschaft. Klassiker modernen Denkens neu gelesen, hg. zus. m. Uffa Jensen, Daniel Morat, Miriam Rürup, Göttingen 2011.

Die Veranstaltung wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages sowie aus Mitteln des Landes Niedersachen.

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