Vortrag: "25 km vor der neuen Grenze Asiens"

4. September 2014  18:00 Uhr

Vortrag: „25 km vor der neuen Grenze Asiens“: Das Nordostdeutsche Kulturwerk, die (Nord-)Ostdeutsche Akademie und die Carl-Schirren-Gesellschaft in Lüneburg als biographisch-institutionelle „Selbstanknüpfungen“ Max Hildebert Boehms

Referent: Dr. Ulrich Prehn

Institut für Geschichtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin, Lehrstuhl für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert

Veranstaltungsort: Lüneburg | Brömsehaus (Am Berg 35)

Veranstalter: Nordost-Institut (IKGN e. V. )

Eintritt: frei

Im rechtsintellektuellen Feld der Weimarer Republik, des NS-Staates und der Bundesrepublik nahm der Soziologe und „Volkstumsforscher“ Max Hildebert Boehm (1891-1968) in vielerlei Hinsicht eine Sonderrolle ein.

Der Vortrag beleuchtet einerseits die politisch-ideologischen Kontinuitäten und Wandlungen des Experten für die Belange des „Grenz- und Auslandsdeutschtums“ und für nationalitätenrechtliche und -politische Fragen, der über alle politischen Systemwechsel hinweg als überaus begabter „Netzwerker“ an der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik agierte. Andererseits geht es um Boehms Initiativen, mit denen er in den frühen 1950er-Jahren in Lüneburg versuchte, an die Arbeiten der von ihm Mitte der 20er-Jahre in Berlin begründeten Einrichtungen, des Instituts für Grenz- und Auslandstudien und der Deutschen Gesellschaft für Nationalitätenrecht, anzuknüpfen.

Ulrich Prehn ist Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Koordinator des Forschungsprojekts „Fotografie im Nationalsozialismus. Alltägliche Visualisierung von Vergemeinschaftungs- und Ausgrenzungspraktiken 1933-1945“. Fachredakteur bei H-Soz-u-Kult, dem Online-Informationsforum für die Geschichtswissenschaften. Mitglied des Sprecher/innen-Teams des Zentrums für Biographik (ZetBi).
Buchveröffentlichung:
Ulrich Prehn: Max Hildebert Boehm. Radikales Ordnungsdenken vom Ersten Weltkrieg bis in die Bundesrepublik (= Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte, Bd. 51), Göttingen 2013.

Die Veranstaltung wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

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