Loyalität, Legitimität, Legalität

Loyalität, Legitimität, Legalität
Zerfalls-, Separations- und Souveränisierungsprozesse in Ostmittel- und Osteuropa 1914-1921

Alfred Eisfeld und Konrad Maier † (Hrsg.)

Wiesbaden: Harrassowitz 2014. 257 S.

(Veröffentlichungen des Nordost-Instituts; 17).

 

ISBN 978-3-447-06767-6

zu beziehen über den Buchhandel

34.00 EUR


Loyalität, Legitimität und Legalität zählen zu Wertvorstellungen und Normen, die das Zusammenleben von Menschen, den Bestand oder das Auseinanderbrechen von Gesellschaften und Staaten prägen. Sie bekommen in Krisenzeiten, wie dem Ersten Weltkrieg und den Revolutionen der Jahre 1917 und 1918 in Europa, besondere Bedeutung zugewiesen. Unter den Bedingungen zusammenbrechender Ordnungssysteme und der Herausbildung neuer Formen der Interaktionen zwischen der Bevölkerung und den staatlichen Autoritäten stellte sich vielfach die Frage nach vertretbaren und gerechten Forderungen an die Gesellschaft und den Einzelnen: Was ist legitim und wie weit reicht die Loyalität? Wer bestimmt, was legitim ist, wenn gesetzliche Bestimmungen in kurzer Zeit geändert werden? Wer bestimmt oder wodurch wird bestimmt, wem gegenüber (dem früheren oder dem neuen Staat, der ethnischen Gruppe, der Kirche, einer Ideologie) Loyalität eingefordert wird?

Ein weit verbreitetes Interesse galt nach dem Ersten Weltkrieg der Herausbildung neuer Ordnungssysteme. Sie entstanden vor dem Hintergrund, Ansprüche von außen abzuwehren, galten der Formierung neuer Nationalstaaten oder waren verknüpft mit dem Eintritt in neue internationale Beziehungsgeflechte. Bemerkenswert ist, dass bei aller Rhetorik von Demokratie, nationalen Minderheiten in den neu geformten Staaten keineswegs immer gleiche Rechte eingeräumt wurden.

Historiker und Historikerinnen aus Deutschland, Polen, Russland und der Ukraine gehen in dem Sammelband der Frage nach, welche Rolle die drei Begriffe – Loyalität, Legitimität und Legalität – während der Zeitenwende des Ersten Weltkrieges in Ostmitteleuropa spielten. Im Fokus stehen dabei einerseits die Beziehungen zwischen Besatzungsmächten und Bevölkerung und andererseits die Verhältnisse und Verknüpfungen innerhalb der im Entstehen begriffenen Nationalstaaten.

Der Band ist über den Buchhandel oder direkt beim Harrassowitz Verlag zu beziehen.

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Rezension in:

Das Historisch-Politische Buch Heft 5, Jg. 63, 2015, S. 504

Jahrbücher für Geschichte Osteuropas (ZJGO) 64 (2016), H.3, S. 507-509

Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung (ZfO) Jg. 65.2016, H. 2, S. 294-296

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