Wintersemester 2014 / 2015

PD Dr. Joachim Tauber

Hauptseminar: Entscheidung über Deutschland. Die alliierten Kriegskonferenzen und die deutsche Frage

Universität Hamburg, Historisches Seminar; FB Geschichte

Im Mittelpunkt des Seminars stehen die Ziele und Planungen der Anti-Hitler-Koalition in Bezug auf die zukünftige territoriale, soziale und politische Gestaltung Deutschlands. Auf den Konferenzen in Teheran, Jalta und Potsdam war eines der zentralen Themen der Umgang mit dem besiegten Kriegsgegner. Im Rahmen des Seminars sollen die Vorstellungen der USA, Großbritanniens und der Sowjetunion vorgestellt und analysiert werden. Die Uneinigkeit über die zu verfolgende Politik trug zur ideologischen Konfrontation bei und führte schließlich in den Kalten Krieg und zur deutschen Teilung.

 

Dr. Anja Wilhelmi

Seminar: Namenlose Heldinnen - Das Postulat von "Mütterlichkeit" und seine Auswirkungen im deutschsprachigen Raum (19. Jh.)

Leuphana Universität Lüneburg

Mütterlichkeit als Beispiel für weibliche Heroisierung sowie als politisches und soziales Konzept entstand Mitte des 19. Jahrhunderts in der Folge stärker einsetzender Reflexionen über Familie, Familienstrukturen, Erziehungsinhalten und vor allem Genderkonzepten. Die theoretischen Orientierungen orientieren sich an diesen sozialen und politischen Neuausrichtungen.
Grundlegende zeitgenössische Texte (u.a. Wilhelm Riehls Familienkonzept) werden sozialgeschichtlich kontextualisiert und auf ihre bevölkerungspolitischen Forderungen hin überprüft, wobei Familienstrukturen und Fertilität mit einbezogen werden. Die berufliche Festlegung der Frau als Mutter, ihre Funktionalisierung bis hin zu ihrer Heroisierung lassen sich in diesem Kontext nur unter Heranziehung aktueller Forschungsergebnisse der gender studies verstehen.  

Wissenschaftliche Methoden der Geschichtswissenschaft, der Literaturwissenschaft und der Kulturgeschichte dienen zur Entschlüsselung, zur Kontextualisierung sowie zur Einbettung der Ergebnisse in aktuelle Fragestellungen zum Postheroismus.
Zentral ist die Arbeit an zeitgenössischen Texten. Textexegese, der Umgang und die Auswertung von Quellen stehen hier im Vordergrund. Die unterschiedlichen Formen der "Lesbarkeit" von Quellen bilden den Ausgangspunkt für die diskursive Erarbeitung von Geschichte. Neben der Bereitschaft, "alte" Texte lesen und verstehen zu wollen, ist eine aktive Teilnahme an Diskussionen Bestandteil des Seminars. Teamarbeit, das heißt die Bereitschaft, in Gruppen Ergebnisse zu erarbeiten und zu präsentieren, ist Voraussetzung.
Darüber hinaus werden Lernprotokolle von jeder Sitzung als Diskussionsgrundlage und Zusammenfassung von Inhalten eingefordert.

 

letzte Aktualisierung: 13.11.2014
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