Wintersemester 2018/19

 

Prof. Dr. Dr. h.c. Victor Dönninghaus
Übung: „Civitas solis“: Alltag und Lebenswelten in der Sowjetunion, 1922–1941

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Historisches Seminar

Weitere Hinweise zu der Lehrveranstaltung, z. B. zur Belegung, finden Sie hier.

Die Veranstaltung wird in Blockform durchgeführt und findet an folgenden Terminen statt:

Fr 19.10.2018
09:00 – 12:00 c.t. – Raum: KG I, HS 1134 || 13:00 – 17:00 c.t. – Raum: KG IV, HS 4429;

Fr 16.11.2018
09:00 – 12:00 c.t. – Raum: KG IV, Übungsraum 2 || 13:00 – 17:00 c.t. – Raum: KG IV, Übungsraum 2;

Fr 14.12.2018
09:00 – 12:00 c.t. – Raum: KG I, HS 1136 || 13:00 – 17:00 c.t. – Raum: KG IV, HS 4429;

Fr 18.01.2019
09:00 – 12:00 c.t. – Raum: KG IV, Übungsraum 2 || 13:00 – 17:00 c.t. – Raum: KG IV, Übungsraum 2.

Zur Geschichte der UdSSR gehören nicht nur die Umgestaltung Russlands sondern auch die des russischen Volkes, denn die Kommunistische Partei übte einen großen Einfluss auf alle Sphären des Lebens aus. Durch sie wurde nicht nur der Charakter des homo sovieticus geprägt, sondern auch der normale Verlauf der gesellschaftlichen Entwicklung gestört. Es bildete sich ein bis dahin in der Geschichte unbekanntes Staatswesen heraus.

Anhand von Sekundärliteratur und Quellen werden wir uns in der Übung mit dem „Antlitz“ des sowjetischen Alltags speziell in der Zeit von 1922 bis 1941 vertraut machen. Dabei werden wir uns mit den kontinuierlichen Entwicklungsprozessen, aber auch mit den Brüchen im Leben der Menschen befassen, welche die Periode des aufkommenden Stalinismus in der Sowjetunion kennzeichneten, und uns auf diese Weise sowohl mit den Lebenswelten des Sowjetmenschen in den Dörfern als auch in den Städten vertraut machen. Vor allem werden uns folgende Fragen interessieren: Welche politischen Ereignisse trugen zur Herausbildung des homo sovieticus bei? Welche Veränderungen struktureller Art führten zur „Verwandlung“ der Sowjetbürger?

Einführende Literatur:

- Gronow, Jukka: Caviar with Champagne. Common Luxury and the Ideals of the Good Life in Stalin's Russia. Oxford 2003;

- Goehrke, Carsten: Russischer Alltag: eine Geschichte in neun Zeitbildern. Bd. 3: Sowjetische Moderne und Umbruch, Zürich 2005;

- Schlögel, Karl:Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt. München 2017.

 

 

Dr. Dmytro Myeshkov
Übung:  Nationsbildungsprozesse und Indentität(en) in der Ukraine im 19.-20. Jahrhundert

Universität Hamburg, Historisches Seminar; FB Geschichte - Osteuropastudien, Überseering 35#5, Donnerstag 12-14 Uhr, Raum Ü35-01055, (Veranstaltungsnummer: 54-240),
wöchentlich: 18.10.2018 - 31.01.2019 (nicht am 8.11. und 22.11.2018)

Über lange Strecken gehörten die ukrainischen Gebiete dem Großfürstentum Litauen, dem Königreich Polen, der Habsburger Monarchie und dem Zarenreich. Diese territorialen Zugliederungen führten zum Entstehen verschiedenartiger Identitäten. Der noch unvollendete Prozess der Nationsbildung umfasst nach offizieller Lesart eine tausendjährige Geschichte vom Kiewer Reich bis zur Unabhängigkeitserklärung von 1991.

Im Rahmen der Übung werden Dokumente und Forschungsbeiträge aus der späten Sowjetzeit sowie aus der Zeit nach Erlangung der Unabhängigkeit der Ukraine 1991 ausgewertet und diskutiert. Diese Herangehensweise setzt aber voraus, dass auch die Probleme der ukrainischen Geschichte wie die Nationalbewegung, die Sprachpolitik, die ethnische und soziale Zusammensetzung der Bevölkerung, kollektive Erinnerung und Geschichtspolitik bis ins 19. Jh. zurückverfolgt werden.

 

 

Prof. Dr. Joachim Tauber
Vorlesung: Geschichte des Zweiten Weltkriegs [History of World War II]

Universität Hamburg, Historisches Seminar; FB Geschichte - Osteuropastudien, Überseering 35#5, Freitag 10-12 Uhr,  Raum Ü35-00129-02, (Veranstaltungsnummer: 54-164a),
wöchentlich: 19.10.2018 - 01.02.2019 (nicht am 09.11.2018)

Die Vorlesung führt in die Geschichte des Zweiten Weltkrieges ein. Neben einer klassischen Darstellung der politischen und militärischen Entwicklung soll auf sozialgeschichtliche Fragestellungen vor allem am Beispiel des Deutschen Reiches eingegangen werden. Ein weiterer Schwerpunkt beschäftigt sich mit den Ereignissen hinter der Front: Neben den ideologischen Zielsetzungen und Massenverbrechen geht es um Widerstand und Besatzungserfahrungen sowie um Flucht und Vertreibung.

Einführende Literatur:

- Gerhard L. Weinberg: A World at Arms. A Global History of WW II, Cambridge 2/2006 (auch in deutscher Übersetzung). 


 

22.10.2018

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