Wintersemester 2010 / 2011

  • Dr. Konrad Maier

    Übung:

    Von der Russischen Revolution 1905 zur singenden Revolution 1989. Estlands Geschichte im „kurzen 20. Jahrhundert“

    Universität Hamburg, Mo 10-12 h, Raum 007

    Im Mittelpunkt der Übung steht das Bemühen der nördlichsten baltischen Republik, die eigene Unabhängigkeit zu erringen und sie gegen externe Interessen zu verteidigen bzw. zu bewahren. Nach einem kurzen Blick auf das „Erwachen“ der Esten am Ende des 19. Jahrhunderts werden die innen- und außenpolitischen Entwicklungen vor dem Ersten Weltkrieg und während des Freiheitskrieges sowie die Weichenstellungen der Zwischenkriegszeit beleuchtet, der Untergang der Republik Estland 1939/40 untersucht und die Zeit der Estnischen Sowjetrepublik dargestellt. Ein Blick auf die „Singende Revolution“ und die Wiedererlangung der Unabhängigkeit beschließt die Veranstaltung. Auch der Blick über die Grenze Estlands hinaus in den baltischen Raum soll hierbei nicht zu kurz kommen.

    Erwartet werden regelmäßige und aktive Teilnahme an der Übung, die Anfertigung eines Protokolls oder die Kurzpräsentation zu einem wesentlichen Ereignis bzw. einer wichtigen Person der estnischen Geschichte im 20. Jahrhundert.

    Literatur
    - Michael Garleff: Die baltischen Länder. Regensburg 2001
    - Zigmantas Kiaupa (u.a.): Geschichte des Baltikums. 2. Aufl., Tallinn 2002
    - Toivo U. Raun: Estonia and the Estonians. 2. Aufl., Stanford 1991

 

 

  • Dr. Joachim Tauber

    Übung:

    Der deutsch-sowjetische Krieg 1941-1945

    Universität Hamburg, Historisches Seminar, Di 12-14 h, Raum Phil 1370


    Im Vordergrund stehen nicht die militärischen Abläufe, sondern die Planung und Durchführung eines ideologischen Vernichtungskrieges durch NS-Deutschland. Die deutschen Besatzungsorgane (SS und Polizei, Wehrmacht, Zivilverwaltung) und die Folgen der Vernichtungspolitik für die Zivilbevölkerung bilden ein zentrales Thema. Ein weiterer Schwerpunkt gilt der Wahrnehmung und Rezeption des Krieges in Geschichtsschreibung und Gesellschaft nach 1945, wobei auch die sowjetische Seite berücksichtigt wird.
    Für den Scheinerwerb werden ein Kurzreferat von ca. 20 Min. und eine Hausarbeit von ca. 12 S. erwartet.


    Literatur
    - Rolf-Dieter Müller/Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): Hitlers Krieg im Osten 1941-1945. Ein Forschungsbericht, Darmstadt 2000;
    - Gerd R. Ueberschär und Wolfram Wette (Hrsg.): "Unternehmen Barbarossa". Der deutsche Überfall auf die Sowjetunion 1941, Erstauflage Paderborn 1984;
    - Bernhard Chiari: Alltag hinter der Front. Besatzung, Kollaboration und Widerstand in Weißrußland 1941-1944, Düsseldorf 1998.

 

 

  • Dr. Anja Wilhelmi

    Seminar: 
    Familie – Liebe in autobiografischen Schriften

    Leuphana Universität Lüneburg,
    Fr 16:15-17:45 h

    Am Beispiel der historischen Quelle Autobiografie werden Definitionen von Liebe im Rahmen der Familie erarbeitet und mit zeitgenössischen Diskursen und bestehenden Genderkonzepten abgeglichen. Dabei wird Liebe verstanden als Kategorie für Netzwerkverbindungen insbesondere nach ihrem Funktions- und Legitimationsgehalt in und außerhalb der Familie untersucht. Grundlegend dafür ist die Filterung von Liebe in den Quellen, d.h. konkrete Ausdrucksformen von Gefühlsäußerungen.
    Als Arbeitsgrundlage werden Quellen aus dem 18.-20. Jahrhundert herangezogen. Dieser über Jahrhunderte greifende Zeitraum bietet eine Vergleichsebene, auf der Fluktuationen und Entwicklungen von Gefühlskonzepten nachgezeichnet werden können.
    Neben geschichtswissenschaftlich-soziologischen Anknüpfungspunkten werden Forschungsmethoden und -fragen der Genderforschung sowie der Autobiografieforschung mit in die Seminararbeit einfließen.

    Literatur

    - Handbuch Familie, hg. v. Jutta Ecarius. Wiesbaden 2007.
    - Generationen und Familien. Analysen – Konzepte – gesellschaftliche Spannungsfelder, hg. v. Frank Lettke, Andreas Lange. Frankfurt am Main 2007.
    - Gestrich, Andreas, Jens-Uwe Krause und Michael Mitterauer: Geschichte der Familie. Stuttgart 2003
    - Vom Lebenslauf zur Biographie: Geschichte, Quellen und Probleme der historischen Biographik und Autobiographik. Referate der Tagung „Vom Lebenslauf zur Biographie“ am 26. Oktober 1997 in Horn, hg. v. Thomas Winkelbauer. Horn 2000 (Schriftenreihe des Waldviertler Heimatbundes. 40).
    - Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie, hg. v. Ruth Becker u. Beate Kortendiek. 2. erw. Aufl. Wiesbaden 2008 (Geschlecht & Gesellschaft. 35).
    - Emotionalität. Zur Geschichte der Gefühle, hg. v. Claudia Benthien, Anne Fleig, Ingrid Kasten. Köln (u.a.) 2000.
    - Der bürgerliche Wertehimmel, hg. v. Manfred Hettlin u. Stefan Ludwig Hoffmann. München 1999.

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