Die Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung hat im April 2026 ein Kooperationsprojekt der Universität Wrocław, des Nordost-Instituts, des Hauses der Erinnerung an die Juden Oberschlesiens in Gliwice und des Oberschlesischen Museums in Bytom bewilligt, das die deutsch-jüdische Presse in den deutsch-polnischen Grenzräumen der ehemaligen deutschen Ostprovinzen erforscht und mit 135.000 € gefördert wird.

In den kommenden drei Jahren werden sich Historiker:innen unter der Federführung von Tim Buchen und Katrin Steffen auf die Spuren von Zeitungen und Journalist:innen begeben, die in diesen Grenzräumen jüdische und andere Themen auf Deutsch, aber auch Jiddisch und Polnisch verhandelt haben. Es geht dabei vor allem um die spezifischen Erfahrungen und kulturellen Ausprägungen jüdischen Lebens im deutsch-polnischen Grenzraum: Vor dem Hintergrund sich verschiebender Grenzen und damit verbundener Migration einerseits und den politischen und sozialen Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs andererseits wird gefragt, ob und wie es zur Herausbildung eigener regionaler oder überregionaler Identifizierungen kam, als etwas Drittem zwischen polnischer und deutscher nationaler Verortung. Und nicht zuletzt wird das Nachleben der Zeitungen und damit verbundener Menschen nach dem Holocaust in Israel untersucht. 

Wir freuen uns sehr über diese Förderung und die Kooperation in den kommenden drei Jahren.

Hier finden Sie alle von der DPWS geförderten Projekte 2026.