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Archivdokumente über Kriegsgefangene des Ersten Weltkriegs im Bezirk Pavlodar (Kasachstan).pdfUebersetzung_Kubik_Archivdokumente ueber Kriegsgefangene.pdf
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 Nadežda A. Kubik: "Archivdokumente über Kriegsgefangene des Ersten Weltkriegs im Bezirk Pavlodar (Kasachstan)"

Übersetzt von Lars Nehrhoff

Von Nadežda Kubik - Archivdokumente über Kriegsgefangene des Ersten Weltkriegs im Bezirk Pavlodar (Kasachstan)

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Als Quelle der historischen Erkenntnis stellen Archivdokumente unerschöpfliche Forschungsressourcen dar, denen sich immer neue Facetten der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft entlocken und wissenschaftlich aufbereiten lassen. Nach dem Ende der Sowjetunion konnte sich die Forschung auch in der unabhängigen Republik Kasachstan zuvor vernachlässigten Themen der sowjetischen Geschichte zuwenden, darunter auch das Schicksal der auf dem Gebiet des Bezirks Pavlodar internierten Kriegsgefangenen des Ersten Weltkriegs.

Über hundert Jahre trennen uns mittlerweile vom Ausbruch des Ersten Weltkriegs, einem der tragischsten Kapitel der Geschichte des 20. Jahrhunderts, dessen beispiellose Grausamkeit das Bewusstsein der Weltöffentlichkeit nachhaltig erschütterte und viele Millionen Menschen das Leben kostete. Unvergleichlich höher als in vorherigen Kriegen war auch die Zahl der Kriegsgefangenen auf beiden Seiten. So befanden sich 1917 allein 2,2-2,4 Millionen Angehörige der Armeen der Mittelmächte (Deutsche, Österreicher, Ungarn, Rumänen, Türken, Bulgaren, Slowaken und Tschechen) in russischer Kriegsgefangenschaft.

1914 ordnete die Hauptverwaltung des Generalstabs an, die kriegsgefangenen Deutschen, Österreicher und Ungarn in möglichst weit vom russischen Kernland entfernte Regionen wie etwa die Militärbezirke Omsk, Irkutsk, Turkestan oder Priamur’e (Äußere Mongolei) zu schaffen.[1] So kamen die ersten Kriegsgefangenen bereits in den ersten Kriegswochen in die Städte Westsibiriens und Kasachstans: Am 7. September 1914 kam ein Zug österreichisch-ungarischer Kriegsgefangener in die Region, der am 9. September 1914 Tjumen’ und Semipalatinsk erreichte[2], von wo aus die Gefangenen zum Teil in den Bezirk Pavlodar weitergeleitet wurden.

Die Untersuchung unterschiedlicher Aspekte des Alltagslebens der im Bezirk Pavlodar[3] untergebrachten europäischen Kriegsgefangenen des Ersten Weltkriegs, ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen, ihrer Familienverhältnisse, ihrer in der Zeit der Kriegsgefangenschaft ausgeübten Tätigkeiten sowie ihrer Beziehungen zur örtlichen Bevölkerung ist von erheblichem regionalgeschichtlichem Interesse, zumal die genannten Themen nie zuvor Gegenstand der Forschung waren.

Die Autorin stützt sich auf Archivbestände des Staatlichen Archivs des Gebiets Pavlodar und des Zentralen Staatsarchivs der Republik Kasachstan, die zu einem großen Teil nie zuvor veröffentlicht wurden, sowie auf Materialien der zeitgenössischen periodischen Presse. Auf Grundlage dieser Quellen lässt sich ein weitgehend vollständiges Bild des Lebens der in den Jahren 1914-16 in Kriegsgefangenschaft geratenen Angehörigen der österreichisch-ungarischen Armee auf dem Gebiet des Bezirks Pawlodar zeichnen.

Die am 20. Oktober 1914 verabschiedete „Verordnung über die Kriegsgefangenen“ sah ganz im Sinne der Haager Landkriegsordnung einen humanen Umgang mit den Kriegsgefangenen vor, die als „gesetzmäßige Verteidiger ihres Vaterlands“ galten. Anfänglich sollten die Kriegsgefangenen nach Vorstellung der russischen Militärbehörden nur in weit abseits der großen Städte und Eisenbahnlinien gelegene Regionen gebracht werden, was sich allerdings angesichts der großen Zahl an Gefangenen und fehlender Gemeinschaftsunterkünfte nicht umsetzen ließ. Noch darüber hinaus sollte sich schon bald herausstellen, dass es generell an geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten fehlte, weswegen die ersten in die Region verschickten Kriegsgefangenen unmittelbar in den Städten einquartiert wurden.

Die frühesten die in den Jahren des Ersten Weltkriegs in den Bezirk Pavlodar gelangten Kriegsgefangenen betreffenden Überlieferungen beziehen sich auf die Jahre 1915-1916. Die Alteingesessenen erinnerten sich, dass die österreichischen und tschechischen Kriegsgefangenen in Form des Fußballs ein neues Spiel in die Pavlodarer Steppe brachten. So begannen die Kriegsgefangenen – und in deren Gefolge auch örtliche Gymnasiasten – zu trainieren und gegeneinander Freundschaftsspiele auszutragen. Während die Tschechen und Österreicher ihre Spiele auf einem den Fußballstandards angenäherten, in der Nähe der Gemeinschaftsunterkunft gelegenen Spielfeld austrugen, das mit Kalklinien markiert war und über richtige Tore verfügte (wenn auch ohne Netz), begnügten sich die Gymnasiasten mit einfachen Plätzen, auf denen aufeinander geschichtete Ziegelsteine die Tore ersetzten. „Die ersten Pavlodarer Fußballer spielten ohne Schiedsrichter, was zur Folge hatte, dass sich das Spiel betreffende Unstimmigkeiten oft zu handfesten Prügeleien auswuchsen“.[4]

Auch wenn sich die Gesamtzahl der im Bezirk Pavlodar untergebrachten Kriegsgefangenen nicht mehr eindeutig bestimmen lässt, geht aus den Archivquellen doch klar hervor, dass nach Stand zum 1. Januar 1916 allein in der Stadt Pavlodar insgesamt 826 Kriegsgefangene der österreich-ungarischen Armee untergebracht waren, darunter 63 Angehörige der Offiziersränge.[5] Für September 1916 ist zudem belegt, dass in den Minen und Fabriken des Ekibastuser Kohlereviers 727 Kriegsgefangene tätig waren.[6]

Angesichts der in Nordkasachstan herrschenden strengen klimatischen Bedingungen bestand eines der Hauptprobleme darin, für die Neuankömmlinge beheizbare Unterkünfte zur Verfügung zu stellen. Da sich das Kriegsministerium im Vorfeld des Krieges nicht um den Bau für die Unterbringung von Kriegsgefangenen geeigneter Gebäude gekümmert hatte, musste diese Aufgabe im laufenden Betrieb bereits nach Ausbruch der Kriegshandlungen entschieden werden. Schließlich ging man den Weg des geringsten Widerstands und wälzte alle mit der Unterbringung der Soldaten und Offiziere der feindlichen Armeen verbundenen Verpflichtungen auf die örtlichen Behörden ab.

Gemäß den für die Bereitstellung von Kriegsgefangenen für staatliche oder öffentliche Arbeiten geltenden Regeln sollten diese in Baracken oder Erdhütten untergebracht werden. Für den Fall, dass sich diese kurzfristig nicht errichten ließen, sollten sie in nahegelegenen Siedlungen in zu Gemeinschaftsunterkünften umfunktionierten Privathäusern kaserniert werden.[7] Im Frühjahr 1915 machte der Kriegsminister V.A. Suchomlinov den Vorschlag, Kriegsgefangene in eigens für diese errichteten Konzentrationslagern zu internieren, woraufhin bis zum 1. Januar 1916 jenseits des Ural neun und im europäischen Teil Russlands ein entsprechendes Lager eingerichtet wurden.[8]

Insgesamt gab es 1917 in Russland über 400 Kriegsgefangenenlager, von denen sich 28 im Militärbezirk Omsk befanden, zu dem auch der Bezirk Pavlodar gehörte.[9] Dabei handelte es sich sowohl um feste als auch um Übergangslager, in denen die Kriegsgefangenen nur vorübergehend festgehalten wurden: Sammel-, Etappen-, Filtrations- und Arbeitslager. Alle diese Lager waren der Hauptverwaltung des Generalstabs unterstellt. Zudem gab es in jedem Militärbezirk eine für die Angelegenheiten der Kriegsgefangenen zuständige Verwaltung, die ebenfalls der Hauptverwaltung des Generalstabs unterstellt war. Vor Ort waren die Zemstvo-Verwaltungen für den Unterhalt der Kriegsgefangenen zuständig, während deren Bewachung der örtlichen Polizei oblag. In den Lagern wurden die Kriegsgefangenen unabhängig von ihrer nationalen Zugehörigkeit gemeinsam untergebracht.[10]

In Pavlodar lebten die Kriegsgefangenen in von Wachbataillonen beaufsichtigten Gemeinschaftsunterkünften. Zum Teil wurde das Problem der Unterbringung der Kriegsgefangenen von den städtischen Behörden auch dadurch gelöst, dass diese in Hotels und Privatwohnungen einquartiert wurden. So wohnten zum Beispiel die Kriegsgefangenen Michail Gaspar’evič Gede und Egel’bert Juzepovič Seldak im Hotel „Rossija“ und ein gewisser Petr Francevič Bader im „Zenkov“. Al’fred Francevič Mar, Juzef Juzefovič Tot, Kristop Kristopovič Legzda, Filipp Ivanovič Gavman, Anton Ivanovič Gretta, Grigorij Petrovič Ivanšin (Ivanyšin) und andere wiederum waren in Privatunterkünften untergebracht. Nicht selten logierten Kriegsgefangene auch unmittelbar am Ort ihres Arbeitseinsatzes. So waren z.B. Franc Francevič Rassman, Anton Pacel’ und Georg Lejchner in der Brauerei „einquartiert“.[11]

Kriegsgefangene Offiziere wurden von den örtlichen Behörden im Haus des Kaufmanns Sorokin untergebracht, auf das auch die Zemstvo-Verwaltung des Bezirks Anspruch erhob. Die Zeitung „Svobodnaja step’“ [„Freie Steppe“] veröffentlichte am 7. November 1917 einen an die städtische Selbstverwaltung gerichteten Aufruf, in dem letztere gefragt wurde, ob sie gewillt sei, endlich das Haus des Sorokin freizuräumen, wo kriegsgefangene Offiziere untergebracht seien: „Man kann sich nur wundern, dass die Zemstvo-Verwaltung des Bezirks nur deshalb ohne Räumlichkeiten bleibt, weil sich die Stadt nicht bemüßigt, Räume für die Kriegsgefangenen zu suchen“.[12]

Auch der finanzielle Unterhalt der Kriegsgefangenen musste von den Bezirksbehörden geschultert werden, da sich das Kriegsministerium darauf beschränkte, eine „Verpflegungspauschale“ auszuzahlen, die im Bezirk Pavlodar für einfache Soldaten bei täglich neun Kopeken pro Person lag.[13] Bei Offizieren war die Verpflegungspauschale in Abhängigkeit von ihrem Rang gestaffelt: So erhielten die höchsten Dienstgrade 1.500 Rubel, die höheren Dienstgrade 900 Rubel und Unteroffiziere 600 Rubel im Jahr. Im weiteren Kriegsverlauf wurden die ausgezahlten Summen im Gefolge der sich rapide verschlechternden Wirtschaftslage deutlich gesenkt: So wurden 1915 nur noch fünfzig Rubel pro Person und Monat ausgezahlt. Später wurde die Verpflegungspauschale sogar auf 25 Rubel gesenkt.[14]

Schon nach der Etablierung der Sowjetmacht verschickte die Verwaltungsabteilung des Zentralen Kollegiums für Kriegsgefangenen- und Flüchtlingsangelegenheiten am 15. Juli 1920 eine den Modus der Auszahlungen an Kriegsgefangene betreffende Erklärung an die örtlichen Stellen, der zufolge die Kriegsgefangenen keine finanzielle Unterstützung von Seiten der Gouvernementsabteilungen für Evakuierungsfragen erhalten sollten: „Die Kriegsgefangenen des imperialistischen Krieges haben das Recht auf Ausstellung eines Kriegsgefangenenausweises, bei dessen Vorlage sie in den Kommissariaten der Gouvernements und Bezirke eine der Verordnung des Rats der Volkskommissare vom 18. November 1918 entsprechende Vergütung erhalten. Soldaten der früheren Armee erhalten für die Zeit bis zum 1. Mai [1917] eine Besoldung in der vor dem Befehl Nr. 256 des Kriegsministeriums bestehenden Höhe und für die Zeit nach dem 1. Mai 1917 bis zum Tag ihrer Ankunft am Austausch- oder Verteilungspunkt eine Besoldung in der durch den genannten Befehl festgelegten Höhe. Alle anderen Personen erhalten für die Zeit ihrer Gefangenschaft 64 Rubel im Monat, wobei die Gesamtsumme der an den Kriegsgefangenen erfolgenden Auszahlung 1.500 Rubel nicht überschreiten darf“.[15]

Neben den aus dem Staatshaushalt geleisteten Zahlungen erhielten die kriegsgefangenen Offiziere auch Geldüberweisungen aus der Heimat oder wurden von Vertretern des Roten Kreuzes unterstützt. Es ist allerdings bekannt, dass es zum 9. Februar 1920 in Omsk keine Vertreter des Österreichischen oder Deutschen Roten Kreuzes mehr gab, die den Kriegsgefangenen hätten Hilfe leisten können. Und auch die noch bestehenden Vertretungen des Dänischen und des Schwedischen Roten Kreuzes „wurden nach dem letzten Umsturz aufgelöst, da sie nicht ihrer Bestimmung entsprechend handelten“.[16]

Gemäß den für die Bereitstellung von Kriegsgefangenen für staatliche oder öffentliche Arbeiten geltenden Regeln sollten alle Kriegsgefangenen in vollem Umfang mit Kleidung und Schuhwerk ausgestattet werden. Jeder zur Arbeit abgestellte Kriegsgefangene sollte „eine Militärjacke, eine Pluderhose, einen Mantel, eine Militärmütze, ein Paar Stiefel, zwei Hemden, zwei Unterhosen, drei Paar Fußlappen und ein Handtuch“ haben.[17] In der Realität standen die Dinge allerdings nicht ganz so rosig. Es kam vor, dass Arbeiter im Wortsinn aus den Betrieben wegliefen, weil sie weder Kleidung noch Schuhwerk hatten. So ließ sich z.B. in den der Bergbau-Abteilung unterstellten Bergwerken mit Blick auf die Ausstattung eine beklagenswerte Situation verzeichnen. Am 4. Oktober 1920 wurde auf einer Sitzung des Präsidiums des Rats der Volkskommissare des Gouvernements Semipalatinsk die Frage der Ausstattung der in der Stadt und im Bezirk tätigen Arbeiter mit Kleidung erörtert. Nach den vorgelegten, längst nicht vollständigen Listen fehlten nicht weniger als 30.000 Sätze Winter- und Sommerkleidung. Um diese Lücke zu schließen, sollten in den Bezirken Ust’-Kamenogorsk und Pavlodar kurzfristig Schneiderwerkstätten eingerichtet werden.[18]

Die für die Kriegsgefangenen geltenden Lebensmittelnormen entsprachen den Normen für die russische Armee, waren im gesamten Land einheitlich und wurden aus der „allgemeinen Kasse“ geleistet.[19]

Ab dem 1. Januar 1920 galt laut Befehl Nr. 408 des Zentralen Kollegiums für Kriegsgefangenen- und Flüchtlingsangelegenheiten die folgende für das gesamte Territorium der RSFSR einheitliche Verpflegungsration für russische und ausländische Kriegsgefangene, Flüchtlinge des imperialistischen und des Bürgerkriegs, Insassen von Konzentrationslagern und andere der Fürsorge des Kollegiums unterstellte Kontingente sowie das entsprechende Personal:

 

Ration Nr. 1

Nr.

Produkt

Grundnorm

Hungernorm

Zolotniki[20] pro Tag

Kalorien

Solotniki pro Tag

Kalorien

für Kriegsgefangene, Flüchtlinge und Personal[21]

1.

Brot

96

 

800

72

600

2.

Grütze

32

13

440

24

330

3.

Fleisch

32

24

131

24

98

4.

oder Fisch

40

24

 

30

 

5.

oder Linsen

38

30

 

30

 

6.

Gemüse

48

 

60

36

45

7.

Kartoffeln

96

 

260

72

195

8.

Fette

4-8

 

156

3-6

117

9.

Salz

3

 

 

2-4

 

10.

Zucker

6

 

198

4 1/2

74

11.

Tee

0,2

 

 

2/15

 

12.

oder Surrogate

1

 

 

3/4

 

13.

Gewürze

 

 

 

 

 

14.

Schrotmehl

1 1/3

 

23

1 1/5

17

15.

Zwiebeln

1

 

 

 

 

16.

Pfeffer

1 1/6

 

 

 

 

17.

Lorbeerblätter

1/14

 

 

 

 

18.

Tomaten

4

 

 

 

 

19.

Seide

¼ im Monat

 

 

¼ im Monat

 

20.

Tabak

1/2 Pfund

 

 

½ Pfund

 

21.

insgesamt

 

 

1968

 

1476

        

 

Dieser Befehl enthält einen handschriftlichen Vermerk des Stellvertretenden Chefs der Evakuierungsverwaltung des Gouvernements Semipalatinsk vom 4. Februar 1921 (Nr. 184), dass man sich „zum gegenwärtigen Zeitpunkt nach den für Sibirien entsprechend den vorhandenen Lebensmitteln geänderten Normen richten“ müsse.[22]

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Verpflegung der Kriegsgefangenen zwar nicht wirklich befriedigend war, aber immerhin ausreichte, um nicht Hunger leiden zu müssen. Abgesehen davon wurden die Kriegsgefangenen, schon um die enormen Kosten ihres Unterhalts zu kompensieren, umfassend zu Arbeiten in der Landwirtschaft, in Industrie- und Privatunternehmen sowie bei der Eisenbahn herangezogen, was ihnen zusätzliche Möglichkeiten verschaffte, sich mit Lebensmitteln einzudecken.

               1915 wurden die Bedingungen für den Arbeitseinsatz der Kriegsgefangenen in der Landwirtschaft bzw. in den privaten Industrieunternehmen geregelt. In den entsprechenden Dokumenten wurden die Arbeitgeber verpflichtet, die mit dem Unterhalt der Kriegsgefangenen verbundenen Kosten zu tragen. Gemäß den für die Bereitstellung von Kriegsgefangenen für staatliche und öffentliche Arbeiten geltenden Regeln sollte die Arbeitszeit der Kriegsgefangenen den durchschnittlichen Arbeitszeiten eines Arbeiters in der entsprechenden Region entsprechen.[23]

Im Februar 1920 forderte das Zentrale Kollegium für Kriegsgefangenen- und Flüchtlingsangelegenheiten, dass die neu eingeführte allgemeine Arbeitspflicht auch für Kriegsgefangene gelten sollte. Gegen Personen, die sich der Arbeit entzogen oder ihren Arbeitsplatz eigenmächtig verließen, waren die folgenden Sanktionen vorgesehen. „a) Verhaftung und Internierung in Lagern entsprechend den in ähnlichen Fällen für die sonstige Zivilbevölkerung geltenden Maßregeln; b) bis zur Wiederaufnahme der Rückführungen wirksame, vorübergehende Überstellung an die örtliche Abteilung für Zwangsarbeiten, um von dieser zur weiteren Verwendung entsendet zu werden“.[24]

Für die Heranziehung der arbeitsfähigen Kriegsgefangenen zu Zwangsarbeiten waren die Komitees zur Durchsetzung der Allgemeinen Arbeitspflicht zuständig.[25] Den entsprechenden Dokumenten lässt sich entnehmen, dass in allen Betrieben des Kirgisischen Kohlereviers (Voskresenskij-Bergwerk, Ekibastuser Kohlebergbau, Majkainer Gold- und Kupferminen, Zinkfabrik) sowie beim Bau der Südsibirischen Eisenbahn auch Kriegsgefangene eingesetzt wurden. Ein Teil der in den Rayonen des Bezirks untergebrachten Kriegsgefangenen war zudem in der Landwirtschaft tätig.

Infolge der harten Arbeitsbedingungen sowie der schlechten Ernährungslage kam es immer wieder vor, dass sich Kriegsgefangene eigenmächtig aus den Orten ihrer Festsetzung entfernten. So flohen in der Nacht auf den 19. Februar 1918 vierzehn Kriegsgefangene aus dem Ekibastuser Kohlerevier.[26] Im Zeitraum vom 15. April bis zum 1. Mai 1919 flüchteten vom 10. Abschnitt der Südsibirischen Eisenbahn und aus dem Rayon Bajanaul vierzig Personen. Der Chef der Pavlodarer Bezirksmiliz berichtete: „Fluchtgrund ist die schlechte Qualität des von der Eisenbahnverwaltung bereitgestellten Essens sowie das Fehlen einer korrekten Aufsicht und einer Bewachung der Kriegsgefangenen von Seiten der Eisenbahnverwaltung und der Militärbehörden, da jeweils fünfzig Personen von nur einem einzigen Wächter bewacht werden“.[27]

Von Seiten der örtlichen Bevölkerung ließ sich weder gegenüber den Kriegsgefangenen selbst noch gegenüber den Resultaten ihrer Arbeit eine feindselige Einstellung beobachten. Ihre Reaktion war sogar eher im Gegenteil von Mitleid geprägt. Noch darüber hinaus konnten sich die Kriegsgefangenen, die sich recht schnell Russischkenntnisse angeeignet hatten, mit der Lockerung der Bedingungen ihrer Gefangenschaft frei in der Stadt bewegen und Kontakte zur örtlichen Bevölkerung knüpfen. So kann es kaum wundern, dass sich in den Kirchenbüchern der Stadt Pavlodar zahlreiche Eintragungen finden lassen, denen zufolge die Kriegsgefangenen einheimische junge Frauen heirateten, mit denen sie später auch Kinder hatten. So gingen 1918 unter anderem Ioann Ioanovič Sachs, Avgust Francevič Remškar und Ėduard Ėduardovič Piontek die Ehe ein.[28] Gleiches galt im Jahr 1920 für Jan Bryndas, Anton Štipek, Anton Ivanovič Krejta, Pavel Fedorovič Kipka, Franc Francevič Ėppel’, Ėdmund Michajlovič Staniševskij und Dem’jan Gerševič Vol’man[29] und im Jahr 1921 für Iosif Ivanovič Šljagor, Franc Karlovič Majer, Filipp Ivanovič Gofman, Bronislav Karlovič Klejnberger, Aleksej Ivanovič Petkov, Stepan Stepanovič Pal, Petr Francevič Bader, Ėrnst Jozefovič Fetter, Ivan Osipovič Michaėlis, Iosif Francevič Špurej, Ivan Ivanovič Lantoš, Iosif Iosifovič Berg-Maguran, Petr Antonovič Fil’ko und Aleksej Kazimirovič Stržževskij (Zivilgefangener).[30]

Ein österreichischer Kriegsgefangener namens Petr Nikolaevič Timočka ist als Taufpate des Sohnes des in dem Dorf Il’inskij (Amtsbezirk Galkin, Bezirk Pavlodar) ansässigen Sever’jan Konstantinovič Benjuch eingetragen.[31] In den Familien von Iogann Francevič Vurcer, Fridrich Vil’gel’movič Gekink und anderen wurden in der Stadt Pavlodar Kinder geboren.[32]

Einige frühere Kriegsgefangene, die sich dauerhaft im Pavlodarer Gebiet niederließen, sollten später ein tragisches Schicksal erleiden und wurden in den Jahren der politischen Massenrepressionen wegen Spionage, konterrevolutionärer Tätigkeit oder anderer auf Grundlage von Artikel 58 des Strafgesetzbuchs der RSFSR falsifizierter Anschuldigungen erschossen oder zu langjährigen Lagerstrafen verurteilt. So wurden Rudol’f Karlovič Vetorazij, Petr Petrovič Krister und Kazimir Francevič Ščechovič 1937[33], am 25. September 1938[34] bzw. am 19. September 1938[35] erschossen bzw. zum Tod durch Erschießen verurteilt.

Die medizinische Versorgung beschränkte sich auf ein absolutes Mindestmaß und wurde in der Regel von den Kriegsgefangenen selbst getragen. Angesichts der Überfüllung der Gemeinschaftsunterkünfte, des ungewohnten Klimas, der himmelschreienden hygienischen Bedingungen sowie der auszehrenden Arbeit und Unterernährung kam es immer wieder zu Epidemien, zumal auch der sanitäre Zustand der Krankenhäuser und insbesondere der Militärhospitäler jeder Beschreibung spottete.[36]

            Im Jahr 1920 gab es im Bezirk siebzehn Sanitätspunkte und sechs Landkrankenhäuser mit einer Gesamtzahl von gerade einmal 390 verfügbaren Betten. „Die medizinischen Einrichtungen mussten mit extrem wenig Fachpersonal auskommen: Es gab gerade einmal vier Ärzte, zwei Zahnärzte, 38 medizinische Helfer und zehn Feldscherinnen“.[37]

Da es in der Stadt Pavlodar kein einziges Militärhospital gab, wurden die Kriegsgefangenen von den in der Stadt bzw. im Bezirk bestehenden zivilen Krankenhäusern medizinisch mitversorgt. Diese litten ihrerseits unter einem derart massiven Mangel an Ärzten und medizinischem Fachpersonal, dass auch die Kriegsgefangenen selbst aktiv zur Arbeit in den Krankenhäusern herangezogen wurden. So waren z.B. im Seuchenkrankenhaus die Kriegsgefangenen Andrej Kavarcuk, Ljudvig Kmak, Abragam Nejman, Franc Pener, Kazimir Savva, Iosif Tot, Genrich Unru und Imre Ferenc und im Bezirkskrankenhaus Šandor Kiš, Tobias Rejter (Rojter), Jakov Jakovlevič Tout, Ju. M. Francukevič als Sanitäter tätig.[38] Darüber hinaus rekrutierte sich auch ein Teil des nichtmedizinischen Personals des Städtischen Krankenhauses der Stadt Pavlodar aus den Reihen der Kriegsgefangenen: So wurden z.B. Kazimir Francevic Ščechovič als Koch[39], Petr Klasen (Klassen) als Stallbursche und Josif Tot als Kurier eingesetzt. Bronislav Glagoveckij arbeitete als Pharmazeut in der sowjetischen Apotheke.[40]

Von den zu dieser Zeit im Bezirk Pavlodar grassierenden epidemischen Krankheiten waren die Kriegsgefangenen in gleicher Weise wie auch der Rest der Bevölkerung betroffen. Insgesamt aber war die Sterberate unter den ausländischen Kriegsgefangenen in Russland recht niedrig und lag bei etwa 2,5-4% ihrer Gesamtzahl.[41]

               Der Prozess der Rückführung der Kriegsgefangenen begann im Bezirk Pavlodar Anfang 1920. Just zu diesem Zeitpunkt erhielten die ersten Kriegsgefangenen die Möglichkeit, in ihre Heimat zurückzukehren, wobei vor allem Invaliden den Anfang machten, deren medizinische Untersuchung durch eine Ärztekommission der Verwaltung für Arbeit und Sozialversorgung erfolgte.[42] Im Sommer 1920 konnten die Kriegsgefangenen schließlich in größerer Zahl in die Heimat zurückkehren.

Im Einklang mit der Beschlussfassung Nr. 909 des Volkskommissariats für Innere Angelegenheiten vom 23. März 1920 richtete das Sibirische Revolutionskomitee am 8. Mai 1920 ein Amt für Evakuierungsfragen ein, das den Status einer eigenen Unterabteilung hatte und sich um alle größeren nichtmilitärischen Personentransporte kümmern sollte. Außerdem sollte es innerhalb der Grenzen Sibiriens all jene Aufgabenbereiche übernehmen, für die im gesamtstaatlichen Maßstab das Zentralkollegium für Kriegsgefangenen- und Flüchtlingsangelegenheiten zuständig war. Alle zu diesem Zeitpunkt bestehenden, für Kriegsgefangenen- und Flüchtlingsangelegenheiten zuständigen Stellen wurden dem Sibirischen Amt für Evakuierungsfragen unterstellt und hießen fortan Gouvernements- bzw. Bezirksverwaltungen für Evakuierungsfragen (die entsprechenden russischen Abkürzungen lauteten Gubėvak und Uezdėvak). Dem Sibirischen Amt für Evakuierungsfragen wurden alle Kompetenzen übertragen, die das Zentrale Kollegium für Kriegsgefangenen- und Flüchtlingsangelegenheiten aufgrund eines Dekrets des Rats der Volkskommissare vom 27. April 1918 erhalten hatte. Im Einzelnen waren dies:

a) das Recht auf Erhalt und Verteilung eigenständiger Lebensmittelkontingente; b) das Recht, als eigenständige Einheit an der planmäßigen Verteilung von Schlitten, Lederwaren und anderen Ausrüstungsgütern beteiligt zu werden und diese zu verteilen; c) das Recht auf außerplanmäßige Waggonzuteilungen und Nutzung der militärischen Transportkapazitäten für Personentransporte.[43]

Im Juni 1920 begann die Registrierung der „Kriegsgefangenen und Flüchtlinge des imperialistischen Kriegs“, die innerhalb einer Frist von zehn Tagen abgeschlossen werden sollte. Für jeden Kriegsgefangenen bzw. Flüchtling wurden Karteikarten in zwei Exemplaren angefertigt, von denen eine ausgehändigt und die andere bei der zuständigen Abteilung der Verwaltung des Revolutionskomitees hinterlegt wurde.[44]

Am 6. August 1920 wurde eine Gruppe kriegsgefangener Invaliden mit einem Sanitätszug in die Heimat gebracht.[45] Anschließend geriet der Prozess der Rückführung der Kriegsgefangenen noch mehrmals ins Stocken.

Im Februar 1921 ordnete die Gouvernementsverwaltung für Evakuierungsfragen telegraphisch an, die im Bezirk Pavlodar verbliebenen Österreicher und Deutschen zu registrieren, diese nach Möglichkeit in den Städten zusammenzuziehen und alle entsprechenden Daten telegraphisch zu übermitteln, um die Pläne für eine Wiederaufnahme der Rückführungen an die Sibirische Verwaltung für Evakuierungsfragen weiterleiten zu können[46]. Auf der Rückseite dieses Telegramms sind sowohl die Aufenthaltsorte (Rayone Bajanaul und Irtyš, Amtsbezirke Urljutjub und Pesčanoe) als auch die Zahl der noch immer im Bezirk lebenden Kriegsgefangenen vermerkt: 38 Deutsche, 26 Polen, ein Slowene, sechs Tschechen, 25 Ukrainer, ein Italiener, ein Bosnier, zwei Ruthenen, zwei Kroaten und ein Serbe. Insgesamt 103 Personen.[47]

Die Bezirksabteilung für Evakuierungsfragen berichtete an das Bezirksexekutivkomitee Pavlodar, dass bis zum 1. März 1921 insgesamt 283 österreichische und deutsche Kriegsgefangene in die Heimat zurückgeführt worden seien.[48]

Einige Kriegsgefangene waren als Fachkräfte derart gefragt, dass dies sogar ihrer Rückkehr in die Heimat im Weg stand. So bat z.B. das Pavlodarer Bezirksrevolutionskomitee die Bergwerksverwaltung des Semipalatinsker Gouvernements-Revolutionskomitees am 10. September 1920 darum, einen gewissen Štromaer ausfindig zu machen und auf seinen Posten zurückzuschicken: „Der Kriegsgefangene Štromaer, der in Majkain als Bohrmeister tätig war, wird in Ekibastus gebraucht, um die Diamantbohrungen fortzusetzen und die Majkainer Vorkommen zu erkunden. Ich bitte dringend darum, Štromaer unter den nach Deutschland zu verschickenden Kriegsgefangenen ausfindig zu machen und nach Ekibastus zu schicken. Die Erkundung der Goldvorkommen ist in einer katastrophalen Lage. Bondar’-Dibrava, Vorsitzender des Exekutivkomitees“.[49]

Als die Semipalatinsker Gouvernementsabteilung für Evakuierungsfragen im Oktober 1921 erfuhr, dass der den Reihen der Kriegsgefangenen entstammende Chef der Pavlodarer Bezirksabteilung für Evakuierungsfragen Petr Antonovič Fil’ko in seine Heimat zurückkehren sollte, was angesichts eines fehlenden Nachfolgers die Schließung der Abteilung zur Folge gehabt hätte, schrieb sie zur Antwort: „[Wir] können nicht zulassen, dass diese Frage in der von Gen. Močalov unternommenen Weise entschieden wird. Es ist nicht hinzunehmen, dass das Bezirksexekutivkomitee und das Bezirkskomitees niemanden abstellen kann, der für den Posten des Chefs der Abteilung für Evakuierungsfragen in Frage kommt, zumal die Arbeit in Pavlodar angesichts der Entsendung aller Kriegsgefangenen des imperialistischen Kriegs und anderer Kontingente weniger geworden ist“.[50]

Nach der Rückkehr der österreichischen und deutschen Kriegsgefangenen in die Heimat wurden die Kriegsgefangenenlager für die Unterbringung aus Russland kommender Übersiedler genutzt.[51]

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die den Aufenthalt der Kriegsgefangenen des Ersten Weltkriegs im Bezirk Pavlodar betreffenden Dokumente den Schluss nahelegen, dass deren Lebensumstände zwar überaus mühsam und bar jeden Komforts waren, sich aber kaum von den Lebensbedingungen der örtlichen Bevölkerung unterschieden. Die Verpflegung der Kriegsgefangenen war sicherlich alles andere als befriedigend, aber ausreichend, um die Gefangenen keinen Hunger leiden zu lassen. Die örtliche Bevölkerung war den Kriegsgefangenen gegenüber mitfühlend eingestellt. Im Großen und Ganzen waren die Lebensbedingungen in der Kriegsgefangenschaft erträglich, was den Gefangenen erlaubte, allen Härten der Gefangenschaft zum Trotz am Leben zu bleiben und in die Heimat zurückzukehren. Diejenigen Kriegsgefangenen, die sich entschlossen, zu bleiben und die sowjetische Staatsbürgerschaft anzunehmen, sollten später ein tragisches Schicksal erleiden und wurden zur Zeit der politischen Massenrepressionen erschossen oder zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

Zugleich ist anzumerken, dass das Thema noch wenig erforscht ist und weiterer Forschung bedarf, um ein umfassenderes Bild der Existenzbedingungen der Kriegsgefangenen des Ersten Weltkriegs auf dem Gebiet des Bezirks Pavlodar zeichnen zu können.

 

Aus dem Russischen übersetzt von Lars Nehrhoff, Köln


 

[1]       I.N. Novikova: Avstro-vengerskie i germanskie voennoplennye na stroitel’stve Murmanskoj železnoj dorogi [Österreich-ungarische und reichsdeutsche Kriegsgefangene beim Bau der Murmansker Eisenbahn], http://ah.milua.org/austro-hungarian-and-germany-pow-building-murmansk-railway (abgerufen am 17.09.2021).

[2]       K.A. Ponomarenko: Voennoplennye Vostočnogo Kazachstana: istorija rasselenija i soderžanija [Die Kriegsgefangenen Ostkasachstans: Geschichte ihrer Verteilung und Verwahrung], in: Molodoj učenyj (2015), Nr. 4 (84), S. 523-528.

[3]       Der Bezirk Pavlodar wurde am 21. Oktober 1868 auf Grundlage der „Vorläufigen Verordnung über die Verwaltung in den Gebieten Ural, Turgaj, Akmolinsk und Semipalatinsk“ eingerichtet und gehörte zum Gebiet Semipalatinsk (Generalgouvernement Westsibirien). Am 17. Januar 1928 wurde der Bezirk Pavlodar aufgelöst und der Kreis Pavlodar gegründet, in dem mehrere Amtsbezirke der Bezirke Pavlodar und Semipalatinsk (Gouvernement Semipalatinsk) sowie ein Teil des Bezirks Petropavlovsk (Gouvernement Akmolinsk) in insgesamt neun Rayonen zusammengeschlossen wurden.

[4]       Istorija futbola v Pavlodare [Geschichte des Fußballs in Pavlodar], https://ok.ru/moystaryg/topic/69220757982049 [Zugriff: 16.09.2021].

[5]       N.V. Suržikova: Voennyj plen v rossijskoj provincii (1914–1922 гг.). Dissertacija na soiskanie učenoj stepeni doktora istoričeskich nauk. Special’nost’ 07.00.02 [Kriegsgefangenschaft in der russischen Provinz (1914–1922). Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Historischen Wissenschaften. Fachrichtung 07.00.02], http://www.ihist.uran.ru/files/2015_diss_SUR_diss.pdf [Zugriff: 23.03.2021].

[6]       S.P. Ševčenko: Ėkibastuz, Alma-Ata 1982, S. 20.

[7]       Central’nyj gosudarstvennyj archiv Respubliki Kazachstan (CGA RK) [Zentrales Staatsarchiv der Republik Kasachstan], f. 25, op. 1, d. 395, l. 7-11; G.M. Mendikulova, E.A. Nadežuk: Archivnye dokumenty o evropejskich voennoplennych Pervoj mirovoj vojny v Semirečenskoj oblasti Turkestanskogo general-gubernatorstva [Archivdokumente über europäische Kriegsgefangene des Ersten Weltkriegs im Gebiet Semireč’e (Generalgouvernement Turkestan)], in: Vestnik archivista (2018), Nr. 4, S. 1001.

[8]       Ponomarenko, Voennoplennye Vostočnogo Kazachstana (wie Anm. 2).

[9]       N.V. Grekov: Germanskie i avstrijskie plennye v Sibiri (1914-1917) [Reichsdeutsche und österreichische Kriegsgefangene in Sibirien (1914–1917)], http://ah.milua.org/germany-and-austro-hungarian-pows-in-siberia-1914-1917 [Zugriff: 16.09.2021].

[10]      P. Bubina: „Naša žertva ne menee uvažaema, neželi podvig tovariščej na fronte“ [„Unser Opfer war nicht weniger respektabel als die Heldentaten der Genossen an der Front“], https://warspot.ru/9636-nasha-zhertva-ne-menee-uvazhaema-nezheli-podvig-tovarischey-na-fronte [Zugriff: 16.09.2021].

[11]      Gosudarstvennyj archiv Pavlodarskoj oblasti (GAPO) [Staatliches Archiv des Gebiets Pavlodar], f. 7-p, op. 1, d. 58, l. 40-46.

[12]      Svobodnaja step’ (1917) v. 7. November, Nr. 28, S. 2.

[13]      Ponomarenko, Voennoplennye Vostočnogo Kazachstana (wie Anm. 2).

[14]      Bubina, Naša žertva (wie Anm. 10).

[15]      GAPO, f. 442, op. 2, d. 1, l. 32.

[16]      Ebd., l. 113.

[17]      CGA RK, f. 25, op. 1, d. 395, l. 7-11; Mendikulova, Nadežuk, Archivnye dokumenty (wie Anm. 7).

[18]      GAPO, f. 49, op. 1, d. 1a, l. 17-17 ob.

[19]      CGA RK, f. 25, op. 1, d. 395. l. 7-11; Mendikulova, Nadežuk, Archivnye dokumenty (wie Anm. 7).

[20]      1 Solotnik = 4,265 Gramm

[21]      Flüchtlinge und Lagerpersonal erhalten Brot.

[22]      GAPO, f. 442, op. 2, d. 1, l. 72-72 ob.

[23]      CGA RK, f. 25, op. 1, d. 395, l. 7–11; Mendikulova, Nadežuk, Archivnye dokumenty (wie Anm. 7).

[24]    Suržikova, Voennyj plen (wie Anm. 5).

[25]      GAPO, f. 442, op. 2, d. 1, l. 27.

[26]      Svobodnaja step’ (1918) v. 23. Februar, Nr. 31, S. 2.

[27]      GAPO, f. 427, op. 4, d. 653, l. 57.

[28]      Ebd., f. 1021, op. 1, d. 107, l. 100 ob., 115, 270 ob.

[29]      Ebd., d. 139, l. 17, 81, 127, 128, 136, 139, 146.

[30]      Ebd., d. 139, l. 151, 180 ob., 213 ob., 215 ob., 216 ob., 221, 221 ob., 222, 240, 240 ob., 263 ob., 269 ob., 277, 277 ob.

[31]      Ebd., d. 107, l. 75 ob.

[32]      Ebd., d. 141, l. 284 ob., d. 143. l. 66.

[33]      V.D. Boltina, L.V. Ševeleva (Hrsg.): Kniga skorbi. Rasstrel’nye spiski [Buch der Trauer. Erschießungslisten], Pavlodar 1999, S. 55.

[34]      GAPO, S. 126.

[35]      Ebd., S. 218.

[36]      Ebd., f. 1466, op. 1, d. 1, l. 34.

[37]      V.D. Boltina, L.V. Ševeleva (Hrsg.): Zdravoochranenie Pavlodarskogo Priirtyš’ja v dokumentach. Sbornik dokumentov. 1892–2002 [Das Gesundheitswesen des Pavlodarer Irtyš-Gebiets in Dokumenten. Dokumentensammlung. 1892–2002], Pavlodar 2002, S. 18.

[38]      GAPO, f. 12, op. 1, d. 1, l. 3 ob., 4 ob., 112 ob.

[39]      Ebd., f. 719, op. 2, d. 52, l. 48.

[40]      Ebd., f. 12, op. 1, d. 1, l. 5 ob.

[41]      Bubina, Naša žertva (wie Anm. 10).

[42]      GAPO, f. 442, op. 2, d. 1, l. 14.

[43]      Ebd., l. 59, 59 ob.

[44]      Ebd., l. 99.

[45]      Ebd., l. 16.

[46]      Ebd., l. 19.

[47]      Ebd., l. 19 ob.

[48]      Ebd., f. 12, op. 1, d. 2, l. 200.

[49]      Ebd., f. 1466, op. 1, d. 1, l. 271.

[50]      Ebd., d. 2, l. 27.

[51]      Ebd., f. 442, op. 2, d. 1, l.  97.

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