Afrika leninisieren!
Sowjetische Geopolitik im Kalten Krieg zwischen ‚Entwicklungshilfe' und ‚othering‘
Im Rahmen des Kolloquiums "Osteuropäische Geschichte" trägt die Direktorin des Nordost-Instituts, Kirsten Bönker zum Thema "Afrika Leninisieren. Sowjetische Geopolitik im Kalten Krieg zwischen ‚Entwicklungshilfe' und ‚othering‘" vor. Der Vortrag beleuchtet zum einen sowjetische hard power-Praktiken in Afrika während des Kalten Krieges, durch die transnationale Verflechtungen, Abgrenzungen und Annäherungszonen entstanden. Dabei stehen auch die Wechselwirkungen mit den Praktiken und Interessen der afrikanischen Akteur:innen im Mittelpunkt. Zum anderen gilt das Interesse den Narrativen und Repräsentationen über „Afrika“, die das globale Engagement der Sowjetunion in der sowjetischen Öffentlichkeit rahmten und die Imagination als einflussreiche Weltmacht für das eigene Publikum erzeugten.
Professur für Osteuropäische Geschichte
Universität Heidelberg
Grabengasse 3-5