Umkämpfte Geschichte. Geschichtsmythen und Demokratie
Am 10. November 2026 diskutiert Prof. Dr. Kirsten Bönker, Direktorin des Nordost-Instituts, gemeinsam mit vier weiteren Expertinnen und Experten des Netzwerks „Historiker*innen für eine demokratische Gesellschaft“ (hist4dem) über die politische Bedeutung von Geschichtsmythen und ihre Auswirkungen auf demokratische Erinnerungskulturen.
Geschichtsmythen erfüllen eine doppelte Funktion: Sie stiften Orientierung und kollektive Identität, können aber historische Zusammenhänge auch verzerren und gesellschaftliche Konflikte verschärfen. Neurechte Akteurinnen und Akteure setzen sie gezielt ein, um revisionistische Geschichtsbilder zu verbreiten und ein kritisch-reflektiertes Geschichtsbewusstsein sowie demokratische Erinnerungskulturen zu delegitimieren. Der Round Table bringt fünf Expertinnen und Experten des Netzwerks „Historiker*innen für eine demokratische Gesellschaft (hist4dem) zusammen, die zu Geschichtsmythen aus Deutschland, Russland und den USA sprechen und auch die Rolle von KI-generierten Bildern für die Verfälschung und Mythisierung von Geschichte diskutieren.
Teilnehmende:
Prof. Dr. Kirsten Bönker (Universität Hamburg / Nordost-Institut)
Clara Mansfeld (Stiftung Hamburger Gedenkstätten)
Nina Mackert (Universität Hamburg)
Marieke Röben (Leuphana Universität Lüneburg)
Kim Sebastian Todzi (Universität Hamburg)
Moderation: Astrid Windus
Die Veranstaltung ist eine Kooperation von hist4dem – Historiker*innen für eine demokratische Gesellschaft, der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg sowie der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte.