„Coexistence“
Königsberg, das einstige Zentrum Ostpreußens, erhielt nach dem Zweiten Weltkrieg den russischen Namen Kaliningrad und wurde Teil der Sowjetunion. Heute ist die Stadt eine russische Exklave an der Grenze zu Polen und Litauen.
Nach 1945 lebten hier verbliebene Ostpreußinnen und Ostpreußen Tür an Tür mit Menschen, die aus anderen Regionen der UdSSR neu angesiedelt wurden – geprägt von Verlusterfahrungen, Neubeginn und gegenseitigem Argwohn. Die Dokumentation „Coexistence“ (IL/RU 2025, 75 min, OV mit dt. Untertiteln) von Ariel Litvin zeichnet anhand von Interviews, Archivmaterial und nachgestellten Szenen das komplexe Geflecht dieser Begegnungen nach.
Der Regisseur wurde 1976 als Andrey Proskuryakov in Russland geboren. Heute lebt er unter seinem neuen Namen Ariel Litvin in Israel und arbeitet dort als Journalist, Dokumentarfilmer und Fernsehregisseur.
Vor dem Film führt der Journalist und Publizist Bert Hoppe in den historischen Kontext sowie in die aktuelle Situation in Kaliningrad ein. Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit ihm statt. Die Moderation übernimmt Dr. Vera Schneider vom Deutschen Kulturforum östliches Europa.
Die Filmvorführung findet im Rahmen der Reihe „Nordöstliche Spuren im Kino“ statt. Der Eintritt kostet 10 Euro.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Potsdam mit dem Kulturreferat für Ostpreußen und das Baltikum am Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg, dem Nordost-Institut und dem SCALA Programmkino.
Kontakt: veranstaltung@ikgn.de
