"Mein Großvater, der Täter: Eine Spurensuche"
Wie geht man mit der Erkenntnis um, dass ein Familienmitglied als SS-Offizier an der Ermordung von tausenden Menschen beteiligt war? Dieser Frage geht der Journalist und Autor Lorenz Hemicker in seinem Buch Mein Großvater, der Täter: Eine Spurensuche nach.
Ausgehend von den Taten seines Großvaters Ernst Hemicker, der als SS-Offizier am Massenmord von Rumbula bei Riga im Spätherbst 1941 beteiligt war, begibt sich der Autor auf eine jahrelange Recherche. Seine Suche führt ihn nach Lettland, zu Überlebenden des Holocaust und in deutsche Archive. Entstanden ist ein ebenso persönliches wie historisch fundiertes Buch über Erinnerung, Verantwortung und die Frage, wie die Verbrechen der NS-Zeit bis in die Gegenwart nachwirken.
In seiner Lesung am Nordost-Institut gibt Lorenz Hemicker Einblicke in seine Recherchen und spricht über die Herausforderungen, sich der eigenen Familiengeschichte zu stellen. Im Anschluss besteht Gelegenheit für Fragen und Diskussion.
Die Veranstaltung wird organisiert vom Nordost-Institut und vom Ostpreußischen Landesmuseum und findet am Donnerstag, den 6. August 2026, ab 18 Uhr im Nordost-Institut (Lindenstraße 31, 21335 Lüneburg). Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Lesung ist eine Veranstaltung des Nordost-Instituts (IKGN e. V.) und des Ostpreußischen Landesmuseums.
Kontakt: veranstaltung@ikgn.de
