Nationaloper Lettlands 1956 bis 1966 – Kontinuitäten im Wandel der Zeit? Alte Lieder im neuen Gewand
Das Opernhaus von Riga hat eine bewegte Geschichte: Zwischen 1860 und 1863 erbaut, diente es zunächst als deutsches Theater, ab 1919 dann als Heimstätte der Lettischen Nationaloper. Als die Sowjetmacht Lettland 1940 besetzte, war sie bestrebt, die Oper zu einem Schaukasten sozialistischer Kultur zu machen und die Musik in ihr ideologisches Korsett zu zwängen.
Doch wie groß war der Bruch wirklich? Welche politischen Veränderungen spielten in diese Entwicklung hinein, wie wirkten sich weltweite Operntrends und internationale Geschehen aus, und welche Rolle spielte das Wirken einzelner Dirigenten? Der Vortrag fragt provokativ, ob die sowjetische Kulturpolitik nicht am Ende alten Wein in neuen Schläuchen anbot.
Der Vortrag findet im Rahmen der Konzerte von Georg Kjurdian und Kadri-Ann Sumera in Kooperation mit der Catoire Musikinitiative statt. Mehr Informationen finden Sie hier.
Nordost-Institut (IKGN e.V.) in Kooperation mit der Catoire Musikinitiative.