Die Rolle der Religion für die Russlanddeutschen
nach der Deportation
„85 Jahre Deportation der Deutschen in der Sowjetunion"
Am Dienstag, 27. Oktober 2026, um 18:00 Uhr, spricht Prof. Dr. Olga Litzenberger vom Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland, Nürnberg, über die Bedeutung der Religion für die Russlanddeutschen in den Jahrzehnten nach der Deportation.
Die Deportation der Russlanddeutschen im Jahr 1941 führte nicht nur zum Verlust der Heimat, sondern auch zu tiefgreifenden Veränderungen des religiösen Lebens. Auf der Grundlage von Zeitzeugeninterviews sowie historischen und soziologischen Analysen untersucht Olga Litzenberger, welche Bedeutung der Glaube für die Russlanddeutschen unter den Bedingungen von Deportation, Zwangsarbeit und staatlicher Verfolgung besaß.
Im Mittelpunkt stehen die Rolle der Religion im Alltag der Sondersiedlungen und der Arbeitsarmee sowie die Weitergabe des Glaubens innerhalb der Familien. Darüber hinaus zeigt der Vortrag, wie sich die religiöse Identität unter den Bedingungen staatlicher Verfolgung wandelte und welche Bedeutung sie bis heute für die Erinnerungskultur der Russlanddeutschen besitzt.
Der Vortrag „Die Rolle der Religion für die Russlanddeutschen nach der Deportation: Zeitzeugeninterviews, soziologische und historische Analysen“ von Prof. Dr. Olga Litzenberger ist Teil der sechsteiligen Reihe „Erinnern. Verstehen. Weitergeben. 85 Jahre Deportation der Deutschen in der Sowjetunion“.
Der Vortrag wird live übertragen. Der Zugangslink wird in Kürze an dieser Stelle veröffentlicht. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Vortragsreihe ist eine Veranstaltung des Nordost-Instituts, Lüneburg (IKGN e. V.).
Kontakt: veranstaltung@ikgn.de
