Die Deportationen der Russlanddeutschen und anderer nationaler Minderheiten in den 1930er Jahren
Am Dienstag, 15. September 2026, um 18:00 Uhr, spricht Prof. Dr. Victor Dönninghaus vom Nordost-Institut über die Deportationen der Russlanddeutschen und anderer nationaler Minderheiten in den 1930er Jahren.
Waren ethnische Säuberungen bereits vor dem Zweiten Weltkrieg ein fester Bestandteil der stalinistischen Nationalitätenpolitik? Der Vortrag geht dieser Frage anhand der Deportationen der sogenannten „nationalen Minderheiten des Westens“ aus den westlichen Grenzregionen der Sowjetunion nach. Betroffen waren unter anderem Deutsche, Polen, Finnen, Letten, Litauer und Esten.
Im Fokus steht die Frage, welche Rolle ethnische Motive in der Repressions- und Strafpolitik des stalinistischen Regimes spielten. Zugleich untersucht Victor Dönninghaus, ob die Deportationen einen grundlegenden Wandel der sowjetischen Innenpolitik markierten und wie sich die Vorstellung eines „Territoriums der Loyalität“ auf den Umgang mit den nationalen Minderheiten auswirkte.
Der Vortrag „Territorium der Loyalität: Die Deportationen der Russlanddeutschen und anderer nationaler Minderheiten in den 1930er Jahren“ von Prof. Dr. Victor Dönninghaus ist Teil der sechsteiligen Reihe „Erinnern. Verstehen. Weitergeben. 85 Jahre Deportation der Deutschen in der Sowjetunion“.
Der Vortrag wird live übertragen. Der Zugangslink wird in Kürze an dieser Stelle veröffentlicht. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Vortragsreihe ist eine Veranstaltung des Nordost-Instituts, Lüneburg (IKGN e. V.).
Kontakt: veranstaltung@ikgn.de
