Mastering Smallness:
Strategies and Practices of Small-Scale Actors
Unter dem Titel „Mastering Smallness: Strategies and Practices of Small-Scale Actors“ findet am 20. und 21. Oktober 2026 am Litauischen Institut für Geschichte in Vilnius eine internationale Nachwuchskonferenz statt. Veranstaltet wird sie gemeinsam vom Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung, dem Litauischen Institut für Geschichte und dem Nordost-Institut.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie kleinere Staaten, Gemeinschaften, Unternehmen und kulturelle Einrichtungen unter politischen, wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Zwängen handeln. Entgegen der verbreiteten Vorstellung, kleine Akteure seien vor allem von den Entscheidungen größerer Mächte abhängig, nimmt die Konferenz ihre eigenen Handlungsspielräume, Strategien und Formen der Widerstandsfähigkeit in den Blick.
Die Beiträge untersuchen unter anderem lokale Reaktionen auf Krisen und Konflikte, Protest und Widerstand in kleinen Gemeinschaften, gesellschaftlichen Zusammenhalt in Zeiten des Wandels sowie die Rolle kleiner und mittlerer Unternehmen. Weitere Themen sind lokale Museen, Theater, Archive, Verlage und Nichtregierungsorganisationen, kulturelle Netzwerke außerhalb großer Zentren sowie Erinnerungskulturen und regionale Traditionen.
Die Konferenz richtet sich an Promovierende und Forschende, deren Promotion höchstens zwei Jahre zurückliegt. Sie bringt Perspektiven aus der Geschichtswissenschaft, den Kulturwissenschaften, der Kunstgeschichte und benachbarten Disziplinen zusammen. Das Nordost-Institut unterstützt die internationale Tagung als Mitveranstalter und beteiligt sich damit an der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und des grenzüberschreitenden Austauschs im nordöstlichen Europa.
Die Veranstaltung wird organisiert vom Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung, Litauisches Institut für Geschichte und Nordost-Institut.