Der lange Schatten der "Ostforschung":
Kontinuitäten, Brüche, Perspektiven
Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens veranstaltet das Nordost-Institut am 8. Oktober 2026 einen wissenschaftlichen Workshop zur Geschichte und Wirkung der deutschen „Ostforschung“.
Die „Ostforschung“ prägte über Jahrzehnte hinweg den wissenschaftlichen und öffentlichen Blick auf Ostmittel- und Osteuropa. Ihre Forschung war eng mit politischen Interessen, nationalen Deutungsmustern und während des Nationalsozialismus auch mit dessen Herrschafts- und Besatzungspolitik verbunden. Viele ihrer personellen, institutionellen und inhaltlichen Strukturen wirkten nach 1945 weiter.
Der Workshop untersucht diese Kontinuitäten und Brüche anhand ausgewählter Biografien, wissenschaftlicher Netzwerke und Forschungseinrichtungen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Wissen über das östliche Europa erzeugt, politisch genutzt und über historische Umbrüche hinweg weitergegeben wurde.
Zugleich richtet sich der Blick auf die heutige Osteuropaforschung. Der Workshop trägt dazu bei, ihre wissenschaftlichen Traditionen kritisch einzuordnen und bislang wenig untersuchte Verbindungen zwischen Forschung und Erinnerungskultur sichtbar zu machen.
Die Veranstaltung wird organisiert vom Nordost-Institut.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Agnieszka Pufelska (a.pufelska@ikgn.de).