Das Projekt “Die kosmopolitische Stadt. Riga als globaler Hafen und internationale Handelsmetropole (1861—1939)” untersucht die Wirtschaftsgeschichte und die Handelsbeziehungen Rigas mit seinen wichtigsten Handelspartnern unter Einbeziehung digitaler Forschungsmethoden (HGIS). Zwischen 1901 und 1905 wurde der Rigaer Hafen der umsatzstärkste im Russländischen Kaiserreich und behielt diese Stellung bis zum 1. Weltkrieg.

 

Die historische GIS-Forschung (HGIS) ermöglicht die Darstellung des Rigaer Handelsnetzwerks mit Hilfe digitaler Karten. Durch den diachronen Vergleich mehrerer Zeitabschnitte kann die Erweiterung und Verdichtung des Handelsnetzwerks untersucht und im Rahmen der Visualisierung auf Karten gezeigt werden.

 

Das Projekt analysiert die Entwicklung des Rigaer Handels und den Aufstieg Rigas zu einer der bedeutendsten Industriemetropolen im Russländischen Kaiserreich auf drei Ebenen: 1) die globalen Ebene, d.h. das globale Handelsnetzwerk; 2) die urbane Ebene, d.h. der Aufstieg Rigas zur Industriestadt und kosmopolitischen Handelsmetropole; und 3) die personale Ebene, d.h. der Einfluss Rigaer sowie zugezogener Kaufleute und Unternehmer/innen auf die wirtschaftliche Entwicklung.

 

Für weitere Informationen zum Projekt und digitale Projektergebnisse siehe:

https://www.uni-goettingen.de/de/624919.html

 

Kontakt: katja.wezel@uni-goettingen.de

Förderung: Bundesbeauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)