Zum Inhalt springen
Nordost-Institut
Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa (IKGN e.V.) an der Universität Hamburg

Lindenstraße 31
21335 Lüneburg
Deutschland
Sie erreichen uns
Mo - Do: 9:00 - 15:30 Uhr
Fr: 9:00 - 12:00 Uhr

Öffnungszeiten Bibliothek
Mo - Do: 10:00 - 16:00 Uhr
Fr 10:00 - 12:00 Uhr
sowie nach Vereinbarung über nob@ikgn.de 
sekretariat@ikgn.de

Anfragen an die Bibliothek: nob@ikgn.de
Telefon Zentrale: 
+49 4131 40059 - 0

Telefon Bibliothek: 
+ 49 4131 40059 - 21

Harte Währung für den Sozialismus – Blockübergreifende Direktinvestitionen im späten Kalten Krieg

Vortrag von Martin Gumiela in der Reihe „Perestrojka und Transformation in Nordost- und Osteuropa"

19Mai

Im Kalten Krieg nahmen dank der in den späten 1960er Jahren einsetzenden Entspannungspolitik zwischen Ost und West blockübergreifende Handelsbeziehungen im Laufe der 1970er Jahre merklich zu. Zu dieser Zeit waren vorsichtige Liberalisierungs- und Modernisierungsbestrebungen der sozialistischen Planwirtschaften in einigen Ländern des sogenannten Ostblocks auch den sich dort verschärfenden systemimmanenten Krisen geschuldet. Für besagte Modernisierungsbemühungen war aber eine engere Anbindung an internationale Märkte einer zunehmend globalisierten Weltwirtschaft notwendig, die wiederum ausreichende Kapitalreserven in wechselbarer „harter“ Währung voraussetzte.

Dieser Vortrag zeichnet die sich rapide intensivierenden Wirtschaftsbeziehungen zwischen Ost und West im Laufe des späten Kalten Krieges nach und zeigt dabei vor allem auf, wie staatssozialistische Länder Ost- und Ostmitteleuropas in den 1970er und 1980er Jahren mithilfe wirtschaftlicher Liberalisierungen unterschiedliche Formen blockübergreifender Direktinvestitionen ermöglichten, um sich so einen besseren Zugang zu harter Währung, internationalen Märkten sowie westlichen Technologien zu sichern. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Frage, inwiefern zunehmende blockübergreifende Kapitalflüsse und damit einhergehende intensivierte Wirtschaftsbeziehungen zwischen Ost und West bereits etliche Jahre vor dem Fall der Berliner Mauer tiefe Risse im Eisernen Vorhang verursachten.  

Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe, die das Nordost-Institut vom 5. Mai bis zum 23. Juni 2026 unter dem Titel „Perestrojka und Transformation in Nordost- und Osteuropa" veranstaltet.

Der Vortrag kann auf dem YouTube-Kanal des Instituts angeschaut werden: https://youtube.com/live/k96_81EfMXc?feature=share