Planwirtschaft im Wandel: Marktreform und globale Integration im Baltikum
Mit der Perestrojka setzte eine Reihe von Wirtschaftsreformen ein, die sich besonders an den westlichen Rändern der Sowjetunion manifestierten. Dezentralisierung des Außenhandels, Deregulierung und die Zulassung von Auslandsinvestitionen eröffneten vor allem den baltischen Sowjetrepubliken neue Kanäle nach Westen. Planer, Ökonomen und Unternehmensmanager lernten dabei, nach den neuen Regeln des Marktes zu spielen. Der Vortrag wirft neues Licht auf die Transformation von Homo sovieticus zu Homo oeconomicus vor 1991 sowie auf die Akteure im Westen, die diesen Prozess mit Knowhow und Ausbildungsinitiativen tatkräftig unterstützten.
Lars Fredrik Stöcker ist seit Januar 2026 wissenschaftlicher Mitarbeiter des IKGN e.V. Als Zeithistoriker hat er sich mit dem Kalten Krieg, der Geschichte des Staatssozialismus und dem osteuropäischen Exil im Westen beschäftigt. Zu seinen aktuellen Forschungsschwerpunkten gehören vor allem die Umweltgeschichte Litauens, des Baltikums und des Ostseeraums.
Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe, die das Nordost-Institut vom 5. Mai bis zum 23. Juni 2026 unter dem Titel „Perestrojka und Transformation in Nordost- und Osteuropa" veranstaltet.
Der Vortrag wird Live gestreamt.
Der Vortrag kann auf dem YouTube-Kanal des Instituts angeschaut werden: https://youtube.com/live/B--3QTBuYqo?feature=share
