
Die Grausamkeiten des Ersten Weltkriegs haben die Gesellschaften vieler Länder der Welt nachhaltig erschüttert, hatten erheblichen Einfluss auf den weiteren Verlauf der Geschichte und kosteten viele Millionen Menschen das Leben. Auf beiden Seiten gab es deutlich mehr Kriegsgefangene als jemals zuvor. Bis 1917 gerieten 2,2–2,4 Millionen Angehörige der Armeen der Mittelmächte (Deutsche, Österreicher, Ungarn, Rumänen, Türken, Polen, Bulgaren, Slowaken und Tschechen) in russische Kriegsgefangenschaft, die sie meist in abgelegenen Regionen des Russischen Reiches verbrachten, wo sie eine schwere Zeit durchmachen mussten. Durch die Auswertung von Archivdokumenten aus den Beständen des Staatlichen Archivs des Gebiets Pavlodar sowie des Zentralen Staatsarchivs der Republik Kasachstan, von denen viele nie zuvor veröffentlicht wurden, sowie der Materialien der zeitgenössischen Periodika, zeichnet die Autorin ein weitgehend vollständiges Bild der Existenz einer Gruppe von Kriegsgefangenen der österreichisch-ungarischen Armee, die in den Jahren 1914-1916 in Gefangenschaft gerieten.
Wir bedanken uns für die freundliche Abdruckgenehmigung des Beitrages bei der Verfasserin Nadežda Kubik (Kasachstan) sowie bei der Redaktion der Zeitschrift „Fides, Ratio Et Patria. Studia Toruńskie“ (Polen).